Pflege – Dreiblatt-Golderdbeere (Waldsteinia ternata): Praxisleitfaden
Entdecken Sie, wie Sie Ihren Dreiblatt-Golderdbeere (Waldsteinia ternata) mit den Expertentipps von La Green Touch 🌿 pflegen können. Befolgen Sie diese umfassende Anleitung, um Ihrer Pflanze eine ideale Umgebung im Garten oder im Topf auf der Terrasse zu bieten, angepasst an das gemäßigte französische Klima (ozeanisch, kontinental und mediterran).
Pflege der Dreiblatt-Golderdbeere (Waldsteinia ternata)
Die Dreiblatt-Golderdbeere, auch Gelbe Scheinerdbeere genannt, ist eine kriechende Staude, die für ihr dreilappiges, halbimmergrünes Laub und ihre leuchtend gelbe Blüte im Frühling geschätzt wird. Sie wird manchmal unter dem Namen Waldsteinia ternata (Synonym in der Gartenbaukunst) geführt und wird, je nach Quelle, der Gattung Geum (Rosaceae) zugeordnet. Sehr langlebig (mehr als 8–10 Jahre am Standort), breitet sie sich langsam durch Ausläufer aus und bildet einen dichten Teppich, ideal unter Sträuchern, in lichten Wäldern oder am Rand. Sie wird besonders in Gärten im Westen und Südwesten geschätzt, wo sie halbschattige Bereiche aufwertet, die oft schwer zu bepflanzen sind.
| Eigenschaften | |
|---|---|
| Wissenschaftlicher Name | Waldsteinia ternata |
| Botanische Familie | Rosaceae (Rosengewächse) |
| Geografische Herkunft | Mittel- und Osteuropa (Waldränder und Unterholz) |
| Standort | Heller Schatten bis Halbschatten; milde Sonne möglich bei feuchtem Boden |
| Winterhärtezone USDA · Mindesttemperatur | USDA 6b bis 9a · ca. –20 bis –23 °C (nach dem Anwachsen, in durchlässigem Boden) |
| Bewässerung | Mäßig im 1. Jahr, danach gering bis mäßig (frischer Boden bevorzugt) |
| Boden | Humos, frisch, durchlässig; pH-Wert leicht sauer bis neutral, verträgt etwas Kalk |
| Wuchshöhe im Alter | 10–20 cm (Ausbreitung 40–80 cm und mehr durch Ausläufer) |
| Blütezeit | April bis Juni (je nach Region) |
| Schwierigkeitsgrad | Einfach |
| Toxizität | Ungiftig 🐾 |
| Andere Namen | Scheinerdbeere, Gelbe Scheinerdbeere, Waldsteinie |
Standort und Lage ☀️
Die Waldsteinia ternata ist eine der besten Optionen für Bodendecker im Schatten: Sie gedeiht im hellen Schatten bis Halbschatten, idealerweise mit 2 bis 5 Stunden milder Sonneneinstrahlung pro Tag. Eine Ausrichtung nach Osten (Morgensonne) oder Westen (später Nachmittag) ist sehr gut; im Unterholz ist ein gefiltertes Licht unter laubabwerfenden Sträuchern ideal. Vermeiden Sie die volle Mittagssonne, besonders in der Nähe einer hellen Wand, die Wärme reflektiert: Lassen Sie 30–50 cm Platz, um Überhitzung und Wurzeldruck zu begrenzen.
In der Mittelmeerregion (Montpellier, Nizza) sollte sie eher am Nachmittag im Halbschatten platziert und eine dicke Mulchschicht zum Erhalt der Feuchtigkeit vorgesehen werden. Im Atlantikklima (Nantes, Bordeaux) oder in kontinentalen Zonen (Paris, Straßburg) kann sie mehr Sonne vertragen, wenn der Boden feucht bleibt. Unter windigen Küstenbedingungen hält sie gut stand, wenn das Substrat nicht zu schnell austrocknet; eine Mulchschicht und eine leichte Gießmulde in den ersten Wochen machen den Unterschied.
Anzeichen für Lichtmangel: weniger dichter Teppich, längere Internodien, seltene Blüte, größere, aber weiche Blätter.
Anzeichen für zu viel Sonne: braune Blattränder, Verfärbung, schnelles Austrocknen des Bodens, Wachstumsstillstand im Sommer.
Blüte und Vegetationszyklus 🌸
Die Blüte der Gelben Scheinerdbeere erfolgt meistens von April bis Juni (manchmal bereits Ende März an der milden Atlantikküste), dauert 4 bis 8 Wochen, abhängig von der Exposition und der Bodenfeuchtigkeit. Die Auslösung hängt vom frühlingshaften Austrieb nach dem Winterfrost ab: Ein normaler Winter in Frankreich fördert eine regelmäßige Blüte. Um sie zu verlängern, halten Sie den Boden frisch und entfernen Sie verblühte Blüten, wenn sie braun werden (leichte Reinigung). Nach der Blüte breitet die Pflanze ihr Laub durch Ausläufer weiter aus. Sie ist halbimmergrün: In mildem Klima (Atlantik, Mittelmeer) bleibt der Teppich grün; in kontinentalem Klima oder in höheren Lagen kann das Laub gezeichnet sein und im Frühling wieder kräftig austreiben.
Bewässerung 💧
Passen Sie die Bewässerung an die lokalen Niederschläge, die Bodenart und das Alter der Pflanze an. Nach dem Anwachsen (nach 1–2 Saisons) ist die Dreiblatt-Golderdbeere (Waldsteinia ternata) im Allgemeinen wenig wasserbedürftig. Bevorzugen Sie eine tiefe und seltene Bewässerung, um eine tiefere Wurzelbildung zu fördern.
| Jahreszeit | Häufigkeit | Richtwert Volumen |
|---|---|---|
| 🌱 Frühling | 1 Bewässerung alle 7–10 Tage bei Regen < 15 mm/Woche (besonders im 1. Jahr) | 3–6 L/m² (oder 1–2 L pro Pflanze) |
| ☀️ Sommer | 1 Bewässerung alle 7 Tage in frischem Boden; in der Mittelmeerzone bei Regen < 10 mm/Woche, 1–2 Mal/Woche im hellen Schatten | 6–10 L/m² (oder 2–4 L pro Pflanze), eher abends |
| 🍂 Herbst | Alle 10–15 Tage bei Trockenheit; aufhören, wenn der Boden feucht bleibt und das Wachstum sich verlangsamt | 3–6 L/m² (–30 bis –50 % gegenüber Sommer) |
| ❄️ Winter | Im Freiland unnötig bei Regen > 10 mm/Woche; im Topf, 1 Mal alle 3–4 Wochen bei frostfreiem Wetter | Minimal (0,5–1 L pro Topf), niemals bei Frost |
Anzeichen von Durst: welk oder eingerollte Blätter am späten Nachmittag, Boden 5–10 cm tief ausgetrocknet, gelbliche Blätter an unteren Stielen.
Überschüssiges Wasser: allgemeine Vergilbung, Fäulnis am Wurzelhals, Pilze auf der Oberfläche; Drainage verbessern oder Pflanze umsetzen.
Tipp: Legen Sie eine organische Mulchschicht (5–8 cm Hackschnitzel oder Rinde) um den Stamm, um die Feuchtigkeit zu bewahren und die Sommerbewässerung um 30 bis 50 % zu reduzieren.
Boden, Drainage und Kompatibilität 🌱
Die Waldsteinia ternata bevorzugt einen humosen, frischen und durchlässigen Boden, ähnlich Waldboden. Ziel ist eine lehmig-tonig-sandige Textur, die Feuchtigkeit speichert, ohne zu ersticken: In schwerem Boden mit Grobkies und Bims auflockern; in sehr durchlässigem Boden mit reifem Kompost und zersetzten Blättern anreichern. Ein pH-Wert von 6,0 bis 7,2 ist ideal; sie verträgt etwas Kalk, wenn der Boden reich an organischer Substanz bleibt.
Bei der Pflanzung 2–3 L Kompost pro Pflanze (oder 5–8 L/m²) einarbeiten und bei Bedarf 10–20 % drainierende Materialien hinzufügen. Pflanzen Sie den Wurzelhals auf Bodenniveau: Eine zu tiefe Pflanzung fördert Fäulnis.
Abstand: Für einen schnellen Teppich 25–35 cm Abstand (8 bis 12 Pflanzen/m²). Für einen natürlicheren Effekt genügen 35–45 cm (6 bis 8 Pflanzen/m²). Tiefe: Ein Loch, das das Einsetzen des Wurzelballens ohne Verdichtung am Boden ermöglicht (oft 10–15 cm nutzbar).
Gute Kombinationen: Farne (Dryopteris), Funkien, Heuchera, Elfenblumen, Lenzrosen, kleine Waldboden-Zwiebeln (Schneeglöckchen, Blausternchen). Vermeiden Sie direkte Konkurrenz mit sehr aggressiven Bodendeckern (Efeu, bestimmte Immergrün), wenn Sie eine schöne Dichte der Waldsteinie erhalten möchten.
Topf-/Kübelkultur: Möglich und dekorativ am Rand eines schattigen Kübels. Wählen Sie einen Behälter mit mindestens 25–30 cm Durchmesser und 18–25 cm Tiefe, mit einer Drainageschicht (Blähton oder Bims) und einem reichen, aber luftigen Substrat.
Pflanzung 🪴
In Frankreich ist die beste Zeit für die Pflanzung der Waldsteinie der Herbst (September bis November): Der Boden bleibt warm und die Bewurzelung beginnt vor dem nächsten Sommer. Der Frühling (März bis Mai) funktioniert auch sehr gut, besonders in kontinentalen oder gebirgigen Regionen, wo der Herbst feucht und kalt sein kann. Im Mittelmeerraum ist die Herbstpflanzung eindeutig zu bevorzugen, um sommerlichen Trockenstress zu vermeiden; im Atlantikgebiet sind beide Jahreszeiten geeignet, wobei auf überschüssiges Wasser in schwerem Boden geachtet werden muss.
- Lockern Sie den Boden großzügig auf (mindestens 30–40 cm rundherum), um den Ausläufern das Anwachsen zu erleichtern.
- Fügen Sie reifen Kompost hinzu und überprüfen Sie die Drainage (einfacher Test: Wasser sollte in weniger als 30 Minuten abfließen).
- Gießen Sie bei der Pflanzung und halten Sie den Boden anschließend 4–6 Wochen feucht.
Die Schritte der Pflanzung 🪴
- Wählen Sie die richtige Zeit: Bevorzugen Sie den Herbst (Sept.–Nov.) für Sträucher und winterharte Stauden, oder den Frühling (März–Mai) nach den letzten Frösten für halbstämmige Arten. Im Mittelmeerraum ist die Herbstpflanzung fast immer vorzuziehen.
- Bereiten Sie ein Loch vor, das doppelt so breit und 1,5-mal tiefer als der Wurzelballen ist.
- Verbessern Sie den Boden mit 1/3 reifem Kompost und, falls nötig, Grobkies für die Drainage.
- Befeuchten Sie den Wurzelballen, wenn er trocken ist, bevor Sie ihn einsetzen.
- Pflanzen Sie so, dass der Wurzelhals auf Bodenniveau ist.
- Drücken Sie leicht an, bilden Sie eine Gießmulde und gießen Sie reichlich (5–10 L je nach Größe).
- Mulchen Sie sofort 5–8 cm hoch, vermeiden Sie direkten Kontakt mit dem Stamm.
Vermehrung 🌿
Die einfachste und zuverlässigste Methode zur Vermehrung von Waldsteinia ternata ist die Teilung des Horstes (oft begleitet von bereits bewurzelten Ausläufersegmenten). Sie wird vorzugsweise im frühen Frühling (März–April) oder im frühen Herbst (September) durchgeführt, mit einer generell hohen Erfolgsquote, wenn der Boden in den ersten 2 bis 3 Wochen feucht bleibt. Im atlantischen Klima ist der Herbst ausgezeichnet; im kontinentalen oder gebirgigen Klima ist der Frühling zu bevorzugen, um zu vermeiden, dass die jungen Ableger einem zu harten ersten Winter ausgesetzt sind.
Die Schritte der Vermehrung 🌿
- Am Vortag gießen, um das Herausnehmen zu erleichtern und den Wasserstress zu begrenzen.
- Heben Sie vorsichtig einen Teil des Teppichs mit einem Spaten an (20–30 cm breit), wobei Sie so viele Wurzeln wie möglich erhalten.
- Identifizieren Sie die bereits bewurzelten Teile (Ausläufer mit Wurzeln) und teilen Sie sie in Ableger, die jeweils mehrere Blattrosetten tragen.
- Kürzen Sie das Laub leicht, wenn es üppig ist (–1/3), um die Verdunstung zu reduzieren.
- Pflanzen Sie sofort im Abstand von 25–35 cm, auf gleicher Wurzelhalshöhe, in einen mit Kompost angereicherten Boden.
- Gießen Sie reichlich (2–3 L pro Ableger) und halten Sie den Boden dann 2–3 Wochen feucht.
Winterhärte und Überwinterung ❄️
Die Dreiblatt-Golderdbeere ist sehr winterhart und verträgt in der Regel –20 °C (bis zu –23 °C unter günstigen Bedingungen), was USDA 6b entspricht. Schäden treten vor allem auf, wenn der Boden durchnässt ist und gefriert oder wenn die Pflanze jung ist. Ihr Laub ist halbimmergrün: In milden Wintern an der Atlantik- oder Mittelmeerküste bleibt es dekorativ; im kontinentalen Klima (Paris, Straßburg) kann es teilweise braun werden, ohne den Austrieb im Frühling zu beeinträchtigen.
Im Freiland: Im Atlantik-/Westen genügt oft eine 5 cm dicke Mulchschicht; im Kontinental-/Nordosten ist eine dickere Mulchschicht (8–10 cm) und ein P30-Vlies bei Temperaturen unter –10 °C empfehlenswert; im Mittelmeerraum ist Schutz selten nötig, außer in außergewöhnlichen Jahren; im Gebirge ist ein systematischer Schutz (Mulch + Vlies) erforderlich und es sollten Mulden vermieden werden, in denen sich Wasser staut.
Im Topf dringt Frost schneller ein: Bei dauerhaft unter –8 °C den Behälter isolieren (Vlies, Karton, Platten) und an eine geschützte Wand stellen oder in einen hellen, unbeheizten Unterstand bringen (helle Garage, kalte Gewächshaus, kühler Wintergarten).
Schnitt und saisonale Pflege ✂️
Die Waldsteinie benötigt keinen echten Schnitt, aber eine regelmäßige Reinigung macht sie dichter und blühfreudiger. Im Spätwinter (Febr.–März) entfernen Sie beschädigte Blätter und Ablagerungen, um Licht auf die jungen Triebe zu lassen. Nach der Blüte (Mai–Juni) können Sie verblühte Stiele entfernen, wenn das Aussehen leidet, ist aber nicht zwingend. Um die Ausbreitung einzudämmen, schneiden Sie die Ränder des Teppichs mit einem Spaten zurück: Dies ist auch ein guter Zeitpunkt, um Ableger für die Umpflanzung an anderer Stelle zu entnehmen.
Bei jungen Pflanzen begrenzen Sie die Konkurrenz im ersten Jahr (sanftes manuelles Jäten und Mulchen). In der Mittelmeerregion vermeiden Sie im Hochsommer jeglichen starken Schnitt: Dies legt den Boden frei und erhöht die Trockenheit. Im Gebirge warten Sie mit der Reinigung bis nach den starken Frösten, um keinen zu frühen Neuaustrieb zu stimulieren.
Dünger: Im Freiland genügt oft eine Kompostgabe im Frühjahr. Im Topf tragen Sie im März einen organischen Granulatdünger auf, dann alle 4–6 Wochen von März bis September einen verdünnten Flüssigdünger ¼ bis ½ Dosis, wenn das Wachstum stark ist.
Biodiversität und Assoziationen 🐝
Ihre kleinen gelben Frühlingsblüten bieten eine interessante Nahrungsquelle für frühe Bestäuber (Bienen, Schwebfliegen), besonders im Unterholz, wo Blüten seltener sind. Sie fügt sich sehr gut in einen naturnahen, pflegeleichten oder permakulturellen Garten ein, wo sie als Bodendecker Unkräuter unterdrückt und die Bodenstruktur schützt. Kombinieren Sie sie mit Halbschattenpflanzen (Farne, Heuchera) und am Rand mit schattenverträglichen Kräutern (Schnittlauch), um die Schichten zu diversifizieren. Sie gilt in Frankreich nicht als invasiv, aber ihre Ausbreitung durch Ausläufer kann eine Abgrenzung erfordern, wenn der Platz begrenzt ist.
Häufige Probleme und Lösungen
| Symptom | Wahrscheinliche Ursache | Empfohlene Lösung |
|---|---|---|
| Blätter bekommen braune Ränder | Zu viel Sonne, austrocknender Wind, zu trockener Boden | In Halbschatten versetzen, 5–8 cm mulchen, 1x/Woche im Sommer tief gießen |
| Allgemeine Vergilbung | Erstickender Boden, Staunässe, unzureichende Drainage | Boden auflockern (Sand/Bims), Pflanzung leicht erhöhen, Bewässerung reduzieren |
| Dünner Teppich, schwache Blüte | Lichtmangel oder nährstoffarmer Boden | Licht erhöhen (heller Schatten), Kompost im Frühling zugeben, Konkurrenz reduzieren |
| Fäulnis am Wurzelhals | Zu tiefe Pflanzung, winterliche Staunässe | Auf richtiger Höhe neu pflanzen, Drainage verbessern, Mulden in schwerem Boden vermeiden |
| Blätter angefressen | Schnecken/Nacktschnecken (besonders im feuchten Frühling) | Abends sammeln, Barrieren (trockene Asche/Holzspäne), bei Bedarf Ferramol, Mulch nicht direkt am Wurzelhals |
| Blasses Laub im Topf | Erschöpftes Substrat, unregelmäßige Bewässerung | Oberflächenerneuerung mit Kompost, organischen Dünger im März, dann flüssigen alle 4–6 Wochen, regelmäßige Bewässerung |
Tipp von La Green Touch 🌿: Um schnell einen gleichmäßigen Teppich zu erhalten, pflanzen Sie im Zickzackmuster im Abstand von 30–35 cm, mulchen Sie von Anfang an und bewässern Sie „wie bei einer Rasenaussaat“ die ersten 3 Wochen (kleine, aber häufige Mengen), gehen Sie dann zu tieferen und selteneren Bewässerungen über. Im kontinentalen Klima begrenzt diese Strategie im Frühling Löcher durch frühe Hitzewellen; im Atlantikgebiet hilft sie vor allem, mit Unkraut zu konkurrieren.
📅 Pflegekalender nach Jahreszeit
| 🌸 Frühling | ☀️ Sommer | 🍂 Herbst | ❄️ Winter |
|---|---|---|---|
| Reinigung im Spätwinter (Febr.–März) Anfangsbewässerung bei Neupflanzung Gabe von Kompost oder organischem Dünger |
Mulch beibehalten (bei Bedarf ergänzen) Tiefe Bewässerung bei Trockenheit Ausbreitung bei Bedarf eindämmen |
Ideale Pflanzzeit (Sept.–Nov.) Teilung im September möglich Gießabstände bei trockenem Herbst verlängern |
Staunässe in schwerem Boden überwachen Schutzmulch in kontinentalem/Gebirgsklima Im Topf: Schutz unter –8 °C dauerhaft |
Um Ihre Dreiblatt-Golderdbeere (Waldsteinia ternata) täglich optimal zu pflegen, hat La Green Touch die am besten geeigneten Produkte für Sie ausgewählt: Substrate, Dünger, Werkzeuge und Zubehör, empfohlen von unseren Botaniker-Experten 🌿.
FAQ
Was ist die Dreiblatt-Golderdbeere (Waldsteinia ternata)?
Es ist eine krautige Bodendeckerstaude aus der Familie der Rosengewächse, die dank Ausläufern einen niedrigen Teppich (10–20 cm) bildet. Sie zeichnet sich durch ihre dreilappigen Blätter aus, die denen der Erdbeere ähneln, und ihre gelben Blüten im Frühling (daher der Name Gelbe Scheinerdbeere). Sie wird hauptsächlich zur Begrünung von hellem Schatten und Halbschatten, unter Sträuchern oder am Rand, verwendet. Ihre Langlebigkeit und Winterhärte machen sie zu einer bewährten Wahl für französische Gärten.
Welchen Standort braucht die Dreiblatt-Golderdbeere?
Der beste Standort ist heller Schatten bis Halbschatten, mit 2 bis 5 Stunden milder Sonne pro Tag. Im Atlantikklima und im Norden kann sie mehr Sonne vertragen, wenn der Boden feucht bleibt. Im Mittelmeerraum sollten Sie die volle Mittagssonne vermeiden: Bevorzugen Sie die Morgensonne (Ostausrichtung) oder Halbschatten am Nachmittag, sonst verbrennt das Laub. In den Bergen wählen Sie einen geschützten Platz vor kalten Winden und austrocknender Wintersonne.
Wie bewässert man eine Waldsteinia ternata?
Gießen Sie im ersten Jahr regelmäßig, um den Boden feucht zu halten, besonders nach der Frühjahrspflanzung. Nach dem Anwachsen (1 bis 2 Jahre) ist sie wenig anspruchsvoll: Gießen Sie vor allem bei längerer Trockenheit oder in sehr durchlässigem Boden. Im mediterranen Sommer kann eine wöchentliche Bewässerung (oder sogar 2 bei Hitzewellen) notwendig sein, selbst im Halbschatten. Im Topf ist die Bewässerung häufiger, da das Substrat schneller trocknet.
Ist die Dreiblatt-Golderdbeere winterhart? Bis zu welcher Temperatur?
Ja, sie ist eine sehr winterharte Pflanze: Sie verträgt im Freiland, in durchlässigem Boden, oft um –20 °C (USDA 6b). Die Hauptgefahren entstehen durch die Kombination von Kälte + Staunässe, die den Wurzelhals schädigen kann. In kontinentalen Gebieten schützt eine dickere Mulchschicht bei länger anhaltenden Frostperioden. Im Topf schützen Sie sie ab –8 °C, da die Wurzeln dort viel stärker exponiert sind.
Wann blüht Waldsteinia ternata und wie fördert man die Blüte?
Sie blüht hauptsächlich von April bis Juni, je nach Region und Exposition. Um die Blüte zu fördern, sorgen Sie für ausreichend Licht (heller Schatten statt tiefem Schatten) und einen humusreichen Boden. Eine Kompostgabe im Frühjahr und regelmäßige Feuchtigkeit im April–Mai helfen, die Blütezeit zu verlängern. Nach der Blüte genügt eine leichte Reinigung; die Pflanze konzentriert sich dann auf das Laub und die Ausbreitung.
Benötigt die Dreiblatt-Golderdbeere einen Rückschnitt?
Nein, sie benötigt keinen Rückschnitt im eigentlichen Sinne. Eine Reinigung im Spätwinter (beschädigte Blätter, Ablagerungen) verbessert jedoch das Aussehen des Teppichs und reduziert das Krankheitsrisiko. Nach der Blüte können Sie verblühte Stiele entfernen, wenn sie braun werden, dies ist aber nicht zwingend. Wenn die Pflanze überhandnimmt, kann ein sauberer Schnitt der Ränder mit einem Spaten sie leicht eindämmen.
Wie vermehrt man eine Waldsteinia?
Die einfachste Vermehrung erfolgt durch Teilung des Horstes, oft mit bereits bewurzelten Ausläufern. Führen Sie dies im Frühling (März–April) oder im frühen Herbst (September) durch und pflanzen Sie sofort um. Halten Sie den Boden 2 bis 3 Wochen feucht, um das Anwachsen zu fördern. Diese Methode ist sehr effektiv, um ein Beet zu verdichten oder einen schattigen Bereich schnell zu begrünen.
Kann man die Dreiblatt-Golderdbeere im Topf kultivieren?
Ja, vorausgesetzt, Sie bieten einen ausreichend großen Topf (mindestens 25–30 cm) und ein reiches, aber gut durchlässiges Substrat. Stellen Sie sie in hellen Schatten oder in die Morgensonne und gießen Sie, sobald die oberen 2–3 cm des Substrats trocken sind. Im Sommer kann der Topf sehr schnell austrocknen, besonders auf einem windexponierten Balkon. Im Winter schützen Sie den Behälter bei länger anhaltendem Frost oder bringen ihn in einen frostfreien, hellen Unterschlupf.
Empfehlungen für Experten 🌿
Empfohlener Lux / PPFD: 5.000–15.000 Lux (heller Schatten); Ziel-PPFD ca. 80–250 µmol/m²/s. Verträgt bis zu 25.000 Lux bei feuchtem Boden und moderaten Temperaturen.
Optimaler Boden-pH-Wert: 6,0–7,2 (leichte Kalktoleranz bei humosem Boden).
EC Nährlösung (erdlose Kultur / Topf): 0,8–1,4 mS/cm im Frühling; 0,6–1,0 mS/cm im Sommer (abhängig von Temperatur und Bewässerung).
Empfohlener NPK: Ziel „Bodendeckerlaub + Blüte“: 6-4-6 bis 8-5-8 im Frühling; Stickstoffüberschuss im Spätsommer vermeiden.
Profisubstrattyp (Kübelkultur): 50 % hochwertige Pflanzerde + 30 % gesiebter Pflanzenkompost + 20 % Bims/Perlite (Körnung 3–6 mm); Drainageschicht 2–3 cm.
Relative Luftfeuchtigkeit: 50–75 % (auf der Terrasse durch Mulchen und morgendliches/abendliches Gießen bei Hitzewellen ausgleichen).
Minimale Überlebenstemperatur: ca. –23 °C (USDA Zone 6b) im durchlässigen Freiland; im Topf Risiken ab –8 bis –10 °C bei längerer Dauer.
Häufigkeit der Teilung / Erneuerung: alle 3–5 Jahre, wenn sich die Mitte auslichtet, zur Verjüngung und Verdichtung.
Empfohlener Düngertyp: organischer Langzeitdünger (Granulat) + flüssige Ergänzung in geringer Dosis (¼–½) alle 4–6 Wochen im Topf.
Präventive Behandlung: In schwerem Boden und feuchten Wintern: leichtes Bestäuben des Wurzelhalses mit Pflanzenkohle bei der Reinigung; bei Schneckenbefall: Schmierseife ist nicht geeignet, bevorzugen Sie physikalische Barrieren und Eisenphosphat; zur Pilzvorbeugung bei feuchtem Frühling: Schachtelhalm-Sud als Blattspritzung.
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