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Pflege – Kriechender Günsel (Ajuga reptans): Praxisleitfaden

14 min de lecture
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Entdecken Sie, wie Sie Ihren Kriechenden Günsel (Ajuga reptans) mit den Expertentipps von La Green Touch 🌿 pflegen können. Befolgen Sie diese umfassende Anleitung, um Ihrer Pflanze eine ideale Umgebung im Garten oder im Topf auf der Terrasse zu bieten, angepasst an das gemäßigte französische Klima (ozeanisch, kontinental und mediterran).

Pflege des Kriechenden Günsel (Ajuga reptans)

Der Kriechende Günsel, auch bekannt als Ajuga reptans, ist eine mehrjährige Bodendeckerpflanze aus der Familie der Lippenblütler (wie Salbei oder Minze). Er ist auch unter den Namen Günsel oder in einigen Regionen als „Kleine Beinwell“ (volkstümlich) bekannt. Er bildet schnell einen Teppich aus Rosetten und breitet sich durch Ausläufer aus, was ihn zu einer ausgezeichneten Pflanze für halbschattige Bereiche, unter Sträuchern, am Fuße einer Hecke oder als Randbepflanzung macht. Langlebig und sehr pflegeleicht, bietet er im Frühling mit seinen blauen, violetten oder manchmal rosafarbenen Blütenständen einen dekorativen Reiz. Er ist in vielen Gärten im Westen Frankreichs (Bretagne, Pays de la Loire) wegen seiner Toleranz gegenüber frischen Böden sehr beliebt.

Eigenschaften
Wissenschaftlicher NameAjuga reptans
Botanische FamilieLamiaceae (Lippenblütler)
Geografische HerkunftGemäßigtes Europa und Westasien
StandortHalbschatten bis lichter Schatten; sanne Sonne möglich, wenn der Boden feucht ist
Winterhärtezone USDA · MindesttemperaturUSDA 6b bis 9a · ca. –20 bis –12 °C (je nach Boden, Feuchtigkeit und Wind)
BewässerungIm 1. Jahr mäßig, danach im Freiland gering; im Topf regelmäßig
BodenFrisch, humusreich, durchlässig; pH-Wert leicht sauer bis neutral (verträgt etwas Kalk)
Wuchshöhe10–20 cm (Teppich); Blütenstiele 15–30 cm
BlütezeitApril bis Juni (oft Höhepunkt im Mai)
SchwierigkeitsgradSehr einfach
ToxizitätUngiftig 🐾
Andere NamenKriechender Günsel, Ajuga (Gattung), carpet bugle (englisch)

Standort und Platzierung ☀️

☀️ Halbschatten bis lichter Schatten 🕐 2–5 Std./Tag sanne Sonne 🧭 Ost / Nord-Ost / West 💨 Verträgt Wind, Austrocknung vermeiden

Der Kriechende Günsel fühlt sich natürlich am Waldrand wohl: Suchen Sie einen hellen Halbschatten oder lichten Schatten. In der Praxis genügen 2 bis 5 Stunden Sonne (eher morgens oder spätnachmittags), mit gefiltertem Licht für den Rest der Zeit. Östliche oder westliche Ausrichtungen sind sehr gut geeignet, und im Norden, wenn der Standort hell bleibt. Halten Sie 20–40 cm Abstand zu sehr warmen Wänden, um ein Austrocknen des Bodens im Sommer zu vermeiden.

In der Mittelmeerregion (Montpellier, Nizza) bevorzugen Sie einen Halbschatten am Nachmittag und einen Boden, der feucht bleibt; in der prallen Sonne kann die Pflanze leiden. Im Atlantikklima (Nantes, Bordeaux) oder im Norden wird die sanne Sonne in der Regel gut vertragen, wenn der Boden nicht zu trocken ist. Im kontinentalen Klima (Paris, Straßburg) achten Sie besonders auf Frost-/Tauwechsel und Austrocknung durch kalten Wind. Im Gebirgsklima bevorzugen Sie einen windgeschützten Standort und vermeiden Sie frostgefährdete Mulden.

Anzeichen von Lichtmangel: seltene Blüte, sich streckende und umfallende Blütenstiele, weniger farbiges Laub, lichter Teppich.

Anzeichen von zu viel Sonne: braune Blattränder, sich zusammenziehende Rosetten, schnell austrocknender Boden, verkürzte Blütezeit.

Blüte und Vegetationszyklus 🌸

Der Kriechende Günsel blüht in der Regel von April bis Juni, mit einem Höhepunkt im Mai je nach Region; die Blütezeit beträgt oft 3 bis 6 Wochen. Die Blüte wird durch ein kühles Spätwinter (leichte Vernalisation), gefolgt von einem hellen Frühling und feuchtem Boden, gefördert. Um den dekorativen Effekt zu verlängern, entfernen Sie verblühte Ähren nach und nach: Dies vermeidet auch eine unnötige Samenbildung und fördert einen dichteren Teppich. Das Laub ist in milden Klimazonen (Atlantik, Küste) halb-immergrün bis immergrün; in kontinentalen Klimazonen kann es im Winter lichter werden: Das ist normal, die Pflanze erholt sich im Frühling.

Bewässerung 💧

Passen Sie die Bewässerung an die lokalen Niederschläge, die Bodenbeschaffenheit und das Alter der Pflanze an. Einmal gut etabliert (nach 1–2 Saisons), ist der Kriechende Günsel (Ajuga reptans) im Allgemeinen nicht sehr wasserbedürftig. Bevorzugen Sie eine tiefe und seltene Bewässerung, um die Tiefenwurzelung zu fördern.

Jahreszeit Häufigkeit Richtwert Volumen
🌱 Frühling 1 Bewässerung alle 7–10 Tage bei ausbleibendem Regen (besonders im 1. Jahr) 3–5 L/m² (oder 0,5–1 L pro Pflanze)
☀️ Sommer 1 Bewässerung alle 7–14 Tage in kühlem Boden; in mediterranen Zonen, wenn Regen <10 mm/Woche, wechseln Sie zu 2 Bewässerungen/Woche während Hitzewellen 5–8 L/m² (bis zu 1–1,5 L pro Pflanze)
🍂 Herbst 1 Bewässerung alle 2–3 Wochen, wenn der Herbst trocken ist; stoppen Sie, wenn der Boden feucht bleibt und das Wachstum sich verlangsamt 3–5 L/m² (–30 bis –50 % gegenüber Sommer)
❄️ Winter Im Freiland unnötig, wenn Regen >10 mm/Woche; im Topf, 1 leichte Bewässerung alle 3–5 Wochen, wenn das Substrat trocken ist Minimal; niemals bei Frost

Durstanzeichen: welkende oder eingerollte Blätter am Ende des Tages, bis zu 5–10 cm tiefer ausgetrockneter Boden, gelbliche Blätter an unteren Stielen.

Wasserüberschuss: allgemeine Gelbfärbung, Wurzelfäule am Wurzelhals, Pilze an der Oberfläche; Drainage verbessern oder Pflanze umsetzen.

Tipp: Legen Sie eine organische Mulchschicht (5–8 cm Holzhackschnitzel oder Rinde) um den Fuß der Pflanze, um die Feuchtigkeit zu erhalten und die Sommerbewässerung um 30 bis 50 % zu reduzieren.

Boden, Drainage und Verträglichkeit 🌱

Der ideale Boden für Ajuga reptans ist humusreich, frisch und durchlässig, mit einer eher lehmigen bis toniglehmigen Textur und einem leicht sauren bis neutralen pH-Wert. Sie verträgt etwas Kalk, aber in sehr kalkhaltigem und trockenem Boden wird der Teppich lichter. Bei der Pflanzung arbeiten Sie reifen Kompost (2 bis 4 L/m²) ein; bei schwerem Boden fügen Sie 10–20 % Grobsand oder Bimsstein hinzu, um Wurzelerstickung zu vermeiden.

Für einen gleichmäßigen Bodendecker pflanzen Sie die Pflanzen im Abstand von 25 bis 35 cm (8 bis 12 Pflanzen/m² je nach gewünschtem Effekt). Pflanzen Sie auf Wurzelhalsniveau, ohne die Rosette zu vergraben. Was die Kombinationen betrifft, so passt der Günsel sehr gut zu Schatten- oder Halbschattenstauden: Funkien, Farne, Heuchera, Brunnera, Elfenblumen oder kleine Immergrün (unter Beobachtung der Konkurrenz). Vermeiden Sie die direkte Nähe zu sehr konkurrenzfähigen und ausläuferbildenden Pflanzen in einem kleinen Beet (Efeu, bestimmte Minzen), wenn Sie klare Grenzen wünschen.

Im Topf wählen Sie ein Gefäß mit mindestens 25–30 cm Durchmesser und 20 cm Tiefe, mit Drainagelöchern. Eine einfache Mischung funktioniert sehr gut: 2/3 Pflanzerde + 1/3 Kompost, mit einer Handvoll Bimsstein am Boden.

Pflanzung 🪴

In Frankreich gelingt die Pflanzung des Kriechenden Günsel besonders gut im Herbst (September bis November): Der Boden ist noch warm, die Regenfälle helfen bei der Bewurzelung und der Teppich wird ab dem nächsten Frühjahr dichter. Im mediterranen Klima ist der Herbst fast immer die beste Option, um sommerlichen Wasserstress zu vermeiden. Im kontinentalen oder Gebirgsklima kann man auch im Frühling (März bis Mai) nach den starken Frösten pflanzen, um Schäden an jungen Pflanzen zu begrenzen.

  • Lockern Sie den Bereich auf 15–20 cm auf und entfernen Sie Unkrautwurzeln.
  • Fügen Sie Kompost hinzu; bei schwerem Boden mit Sand/Bimsstein auflockern.
  • Die ersten 3–4 Wochen regelmäßig gießen, wenn das Wetter trocken ist.
Die Schritte der Pflanzung 🪴
  1. Wählen Sie die richtige Jahreszeit: Bevorzugen Sie den Herbst (Sept.–Nov.) für Sträucher und winterharte Stauden oder den Frühling (März–Mai) nach den letzten Frösten für halbwinterharte Arten. Im Mittelmeerraum ist die Herbstpflanzung fast immer vorzuziehen.
  2. Bereiten Sie ein Loch vor, das doppelt so breit und 1,5-mal so tief wie der Wurzelballen ist.
  3. Verbessern Sie den Boden mit 1/3 reifem Kompost und bei Bedarf Grobsand für die Drainage.
  4. Befeuchten Sie den Wurzelballen, wenn er trocken ist, bevor Sie ihn einsetzen.
  5. Pflanzen Sie so, dass der Wurzelhals auf Bodenhöhe ist.
  6. Drücken Sie leicht an, schaffen Sie eine Gießmulde und gießen Sie reichlich (5–10 L je nach Größe).
  7. Mulchen Sie sofort 5–8 cm hoch, ohne direkten Kontakt zum Stiel.

Vermehrung 🌿

Die einfachste und zuverlässigste Methode zur Vermehrung des Kriechenden Günsels ist die Teilung (oder Trennung der Rosetten aus Ausläufern). Die beste Zeit dafür ist im Frühling (März–April) oder im Frühherbst (September): Der Boden ist feucht, die Bewurzelung erfolgt schnell und die Erfolgsquote übersteigt oft 90 %. Dies ist auch eine gute Gelegenheit, ein zu stark wucherndes Büschel einzudämmen.

Die Schritte der Vermehrung 🌿
  1. Suchen Sie gut ausgebildete, periphere Rosetten, die über einen Ausläufer mit der Mutterpflanze verbunden sind.
  2. Heben Sie eine Rosette vorsichtig mit einem Umpflanzspaten an, wobei Sie so viele Wurzeln wie möglich erhalten.
  3. Schneiden Sie den Ausläufer sauber ab (desinfiziertes Werkzeug).
  4. Pflanzen Sie die Rosette sofort in frischen Boden, auf Höhe des Wurzelhalses, 25–35 cm von anderen Pflanzen entfernt.
  5. Gießen Sie nach der Pflanzung und halten Sie den Boden 10–15 Tage lang leicht feucht.

Winterhärte und Überwinterung ❄️

Ajuga reptans ist eine sehr winterharte Staude: Je nach Bedingungen entspricht sie in der Regel den USDA-Zonen 6b bis 9a, mit einer Widerstandsfähigkeit, die im gut durchlässigen Freiland bis auf –20 °C sinken kann. Im Winter bleibt sie oft halb-immergrün (Laub vorhanden, aber manchmal beschädigt); in kontinentalem Klima kann das Laub verbrennen und im Frühling wieder austreiben. Im Atlantik-/Westen genügt meist eine einfache Mulchschicht (Herbstlaub, Rindenmulch). Im kontinentalen/Nordosten schützen Sie den Wurzelhals mit einer dickeren Mulchschicht (8–10 cm) und legen bei Temperaturen unter –10 °C ein Vlies P30 auf. Im Mittelmeerraum dient der Schutz hauptsächlich gegen Austrocknung und seltene starke Fröste. Im Gebirgsklima wird ein systematischer Schutz vor dominanten Winden empfohlen.

Im Topf gefrieren die Wurzeln schneller: Isolieren Sie den Topf (Karton, Winterschutzvlies) und stellen Sie ihn an einen hellen, frostfreien Ort, wenn Temperaturen < –7 °C für mehrere Nächte angekündigt sind. Eine einfache Mulchschicht am Fuß ist im Freiland oft ausreichend; das Einräumen ist hauptsächlich für windgeschützte Töpfe erforderlich.

Schnitt und saisonale Pflege ✂️

Der Kriechende Günsel benötigt wenig Schnitt, aber einige gezielte Maßnahmen verbessern das Erscheinungsbild des Teppichs erheblich. Bei jungen Pflanzen begnügen Sie sich mit einer Reinigung: Entfernen Sie am Ende des Winters schwarze Blätter und füllen Sie Lücken mit Rosetten, die an anderer Stelle entnommen wurden. Nach der Blüte (Mai–Juni) schneiden Sie die verblühten Ähren ab, um Erschöpfung zu vermeiden und ein sauberes Erscheinungsbild zu erhalten; dies ist die beste Zeit für einen leichten Pflegeschnitt.

Wird der Bodendecker unregelmäßig, führen Sie alle 3–4 Jahre einen Verjüngungsschnitt durch: Schneiden Sie einen Teil des Teppichs auf 3–5 cm zurück (bei milder Witterung), lockern Sie den Boden, kompostieren Sie und gießen Sie. Im Atlantikraum erholen sich diese Operationen dank der Feuchtigkeit schnell; im Mittelmeerraum vermeiden Sie starke Schnitte kurz vor dem Sommer. Im kontinentalen Klima sollten Sie eher nach den letzten starken Frösten eingreifen; im Gebirgsklima warten Sie auf den tatsächlichen Vegetationsneustart.

Was die Nährstoffe betrifft, so genügt im Freiland eine Gabe Kompost im Frühjahr (1–2 cm als Oberflächenauftrag). Im Topf oder bei starkem Wachstum: ein granulierter Langzeitdünger im März, dann ein verdünnter Flüssigdünger mit ¼–½ Dosis alle 4 bis 6 Wochen von März bis September.

Biodiversität und Kombinationen 🐝

Die Blüte des Kriechenden Günsels ist nektarreich: Sie zieht im Frühling, wenn die Ressourcen noch begrenzt sind, Bienen, Hummeln und verschiedene Bestäuber an. Sie fügt sich perfekt in einen naturnahen, pflegeleichten Garten oder einen Permakulturansatz (Bodenbedeckung, Unkrautbegrenzung, bessere Feuchtigkeitsspeicherung) ein. Kombinieren Sie sie mit Waldstauden (Farne, Funkien, Heuchera) und nützlichen Randpflanzen wie Knoblauch (relative abschreckende Wirkung auf bestimmte Schädlinge). Die Pflanze kann in frischem Boden durch ihre Ausläufer invasiv wirken: Überwachen Sie die Grenzen (Beete, Wege) und entfernen Sie entweichende Rosetten, besonders in feuchten Atlantikregionen.

Häufige Probleme und Lösungen

Symptom Wahrscheinliche Ursache Empfohlene Lösung
Blätter vergilben und werden weich Staunässe, unzureichende Drainage, Wurzelerstickung Boden auflockern (Bimsstein/Sand), Bereich erhöhen, Bewässerung reduzieren, gesunde Rosetten umpflanzen
Weißes Pulver auf dem Laub Echter Mehltau, begünstigt durch Hitze + trockene Luft, Wasserstress, Stickstoffüberschuss Am Fuß gießen, mulchen, auslichten, bei Bedarf Schwefelbehandlung, zu starke Stickstoffgaben vermeiden
Lichter Teppich, wenige Blüten Lichtmangel oder zu armer/verdichteter Boden An einen helleren Ort versetzen, Boden lockern, Kompost hinzufügen, Wurzelkonkurrenz von Sträuchern beseitigen
Angefressene Blätter, unregelmäßige Löcher Schnecken/Nacktschnecken (besonders im feuchten Frühling) Abends absammeln, Barrieren (Asche/Späne/Ringe), Fallen, Nützlinge fördern, Eisenphosphatgranulat als letzte Maßnahme
Rosetten bräunen nach Frost Austrocknungsfrost + kalter Wind, Frost-Tau-Wechsel Mulchschicht 8–10 cm, Vlies P17/P30 in kalten Perioden, Reinigung im Frühling, leichte Bewässerung außerhalb des Frostes im Topf
Die Pflanze „überwuchert“ und erstickt Nachbarpflanzen Sehr aktive Ausläufer in frischem und reichem Boden Eine Begrenzung installieren, überschüssige Rosetten entfernen, im Frühling/Herbst teilen, reiche Gaben begrenzen

Tipp von La Green Touch 🌿: Für einen wirklich sauberen Bodendecker legen Sie eine Begrenzung (Metall, Holz oder Stein) an und gehen Sie zweimal im Jahr, im Frühling und am Ende des Sommers, um die Ausläufer, die die Grenze überschreiten, mit einem Handgriff zu entfernen. Im Atlantikklima vermeidet dieser einfache Handgriff den „invasiven“ Effekt, ohne die Pflanze ihrer Kraft zu berauben; im Mittelmeerraum kombinieren Sie ihn mit einer dicken Mulchschicht, um den Boden feucht zu halten.

📅 Pflegekalender nach Jahreszeit

🌸 Frühling ☀️ Sommer 🍂 Herbst ❄️ Winter
Reinigung des beschädigten Laubes
Pflanzungsbewässerung bei jungen Pflanzen
Teilung/Auslichten bei Bedarf
Mulchen und Trockenheit überwachen
Tiefe Bewässerung bei Trockenheit (besonders im Topf)
Kontrolle der Ausläufer an den Rändern
Ideale Pflanzzeit (besonders Atlantik/Mittelmeer)
Teilung im September möglich
Leichte Kompostgabe, Unkrautentfernung
Schützendes Mulchen in kalten Zonen
Schutz der Töpfe bei angekündigten < –7 °C
Minimale Bewässerung außerhalb des Frostes im Topf

Um Ihren Kriechenden Günsel (Ajuga reptans) täglich zu pflegen, hat La Green Touch die am besten geeigneten Produkte für Sie ausgewählt: Substrate, Dünger, Werkzeuge und Zubehör, empfohlen von unseren Botanik-Experten 🌿.

FAQ

Welche ist die ideale Exposition für den Kriechenden Günsel?

Der Kriechende Günsel bevorzugt Halbschatten oder lichten Schatten, wie am Waldrand. In Frankreich sind 2 bis 5 Stunden sanfter Sonne pro Tag (morgens/abends) perfekt. Im Mittelmeerklima vermeiden Sie pralle, brennende Sonne: Sie trocknet den Boden aus und schädigt das Laub. Im Atlantikklima verträgt er mehr Sonne, wenn der Boden feucht bleibt.

Wie pflanzt man den Kriechenden Günsel, um einen dichten Bodendecker zu erhalten?

Pflanzen Sie idealerweise im Herbst (September bis November) für eine schnelle Bewurzelung und einen dichten Teppich ab dem Frühjahr. Halten Sie einen Abstand von 25 bis 35 cm zwischen den Pflanzen (rechnen Sie mit etwa 8 bis 12 Pflanzen/m²). Pflanzen Sie auf Höhe des Wurzelhalses in humusreichen und feuchten Boden und mulchen Sie dann 5 bis 8 cm hoch. In den ersten Wochen gießen Sie bei trockenem Wetter, besonders in kontinentalen oder mediterranen Gebieten.

Wie bewässert man den Kriechenden Günsel (Ajuga reptans)?

Im ersten Jahr halten Sie den Boden leicht feucht: Gießen Sie etwa einmal pro Woche, wenn es nicht regnet. Sobald er etabliert ist, ist der Günsel im Freiland eher genügsam, im Topf jedoch anspruchsvoller. Im Sommer genügt in feuchtem Boden oft eine tiefe Bewässerung alle 7 bis 14 Tage; im Mittelmeerraum gießen Sie bei Hitzewellen zweimal pro Woche, wenn die Niederschläge unter 10 mm/Woche liegen. Vermeiden Sie überschüssiges Wasser: Wurzelfäule am Wurzelhals ist das größte Risiko.

Wann schneidet man den Kriechenden Günsel?

Die beste Zeit ist direkt nach der Blüte (Mai–Juni): Schneiden Sie verblühte Ähren ab, um ein sauberes Erscheinungsbild zu erhalten und die Dichte des Teppichs zu verstärken. Am Ende des Winters entfernen Sie die durch Kälte geschwärzten Blätter, besonders in kontinentalem Klima. In Bergregionen warten Sie auf den tatsächlichen Vegetationsneustart, bevor Sie reinigen, um den Wurzelhals nicht dem Frost auszusetzen. Ein Verjüngungsschnitt (kürzer) kann alle 3–4 Jahre bei milder Witterung erfolgen.

Wie vermehrt man den Kriechenden Günsel einfach?

Am einfachsten ist es, im Frühling oder Frühherbst Rosetten von Ausläufern zu trennen. Entnehmen Sie eine periphere Rosette mit Wurzeln, schneiden Sie den Ausläufer ab und pflanzen Sie sie sofort auf Höhe des Wurzelhalses wieder ein. Gießen Sie und halten Sie den Boden 10 bis 15 Tage lang feucht. Diese Methode ist schnell, der Mutterpflanze treu und hilft auch, die Ausbreitung einzudämmen.

Ist der Kriechende Günsel invasiv?

Er kann es in frischem und reichem Boden werden, da er sich natürlich durch Ausläufer ausbreitet. Es ist keine „schlechte“ Pflanze: Er ist ein effektiver Bodendecker, aber die Ränder müssen kontrolliert werden. Installieren Sie eine physische Begrenzung oder entfernen Sie zweimal im Jahr überstehende Rosetten. Wenn Sie einen ordentlicheren Teppich wünschen, reduzieren Sie sehr reiche Gaben und vermeiden Sie ständig feuchte Bereiche.

Kann man den Kriechenden Günsel im Topf oder Blumenkasten anbauen?

Ja, das ist eine gute Option für eine halbschattige Terrasse, insbesondere in städtischen Klimazonen, wo die Böden schnell austrocknen. Wählen Sie einen Topf mit mindestens 25–30 cm Durchmesser und guter Drainage. Gießen Sie regelmäßiger als im Freiland (das Substrat trocknet schnell aus), aber ohne Staunässe in der Untertasse. Im Winter schützen Sie den Topf, wenn Fröste unter –7 °C mehrere Nächte andauern.

Welche Frosthärte hat Ajuga reptans?

Im Freiland ist der Kriechende Günsel sehr winterhart (oft bis –15 bis –20 °C je nach Exposition und Drainage), was im Allgemeinen den USDA-Zonen 6b bis 9a entspricht. Schäden entstehen eher durch austrocknenden Frost und Frost-Tau-Wechsel als durch „trockene“ Kälte. In kontinentalem und Gebirgsklima schützt eine dicke Mulchschicht den Wurzelhals. Im Topf ist er empfindlicher: Isolieren Sie das Gefäß und stellen Sie es bei anhaltendem Frost frostfrei.

Empfehlungen für Experten 🌿

Empfohlener Lux / PPFD: 5–20 Lux (PPFD ~80–250 µmol/m²/s); verträgt weniger im lichten Schatten, bevorzugt diffuses Licht.

Optimaler Boden-pH-Wert: 6,0–7,0 (Toleranz 5,5–7,5).

EC Nährlösung (Hydroponik / Topfkultur): 0,8–1,4 mS/cm in der Wachstumsphase; 1x/Monat im Topf mit klarem Wasser spülen.

Empfohlenes NPK: ausgewogen, Typ 6-6-6 oder 8-8-8 im Frühjahr; Stickstoffüberschuss vermeiden (fördert Echten Mehltau und lockeres Laub).

Professionelles Substrat (Topfkultur): 50 % Kokosfaser/Profi-Erde + 30 % gesiebter Kompost + 20 % Bimsstein/Perlit (Körnung 3–6 mm), mit einer Drainageschicht.

Relative Luftfeuchtigkeit: 50–75 %; bei sehr trockener und heißer Situation: Mulchen + Nachmittagsbeschattung.

Minimale Überlebenstemperatur: ca. –20 °C (USDA-Zone 6b) im durchlässigen Freiland; im Topf Risiko ab –7 °C über längere Zeit.

Teilung / Erneuerungshäufigkeit: alle 2–4 Jahre, um einen dichten Teppich zu erhalten und eine Überalterung der Mitte zu vermeiden.

Empfohlener Dünger: organisch-mineralisch mit langsamer Freisetzung im Frühjahr + flüssiger Zusatzdünger in geringer Dosis im Topf alle 4–6 Wochen.

Vorbeugende Behandlung: Schwefel zur Vorbeugung gegen Echten Mehltau bei heißem und trockenem Frühling/Sommer; Schmierseife gegen gelegentlichen Blattlausbefall; Brennnesseljauche zur sanften Stimulation (verdünnt) im Frühjahr, nicht überdosieren.

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