Pflege – Heckenmyrte (Lonicera nitida): Praktischer Leitfaden
Entdecken Sie, wie Sie Ihr Strauch-Geißblatt (Lonicera nitida) mit den Expertentipps von La Green Touch 🌿 pflegen. Befolgen Sie diese umfassende Anleitung, um Ihrer Pflanze eine ideale Umgebung im Garten oder im Topf auf der Terrasse zu bieten, angepasst an das gemäßigte französische Klima (ozeanisch, kontinental und mediterran).
Pflege von Strauch-Geißblatt (Lonicera nitida)
Das Strauch-Geißblatt (Lonicera nitida), manchmal auch als kleinblättriges Geißblatt bezeichnet (und manchmal unter ähnlichen Gartensorten wie Lonicera pileata verkauft), ist ein immergrüner Strauch, der sehr beliebt ist, um niedrige Hecken, Wegränder oder pflegeleichte Formschnitte zu gestalten. Sein natürlich dichter und runder Wuchs macht ihn ideal, um einen Garten das ganze Jahr über zu strukturieren, mit einer ausgezeichneten Schnittverträglichkeit. Er ist langlebig (oft 15–25 Jahre, je nach Boden und Pflege) und besonders beliebt in Gärten im Westen und Südwesten Frankreichs (Nantes, Bordeaux), wo er schnell wächst und auch im Winter ein sauberes Laub behält.
| Eigenschaften | |
|---|---|
| Wissenschaftlicher Name | Lonicera nitida |
| Botanische Familie | Caprifoliaceae |
| Geographische Herkunft | China (Gebirgsregionen und Waldränder) |
| Exposition | Volle Sonne bis Halbschatten (verträgt lichten Schatten) |
| USDA-Winterhärtezone · Mindesttemperatur | USDA 6b bis 9a · ca. –18 bis –10 °C (je nach Dauer des Frosts und Wind) |
| Bewässerung | Mäßig im 1. Jahr, danach bei Trockenheit punktuell |
| Boden | Normal, humos, gut durchlässig; leicht saurer bis leicht kalkhaltiger pH-Wert |
| Wuchshöhe im Alter | 0,8 bis 1,8 m (bis zu 2 m unter reichen Bedingungen), Breite 1 bis 2 m |
| Blütezeit | April bis Juni (dezente cremefarbene Blüten), manchmal leichter Nachblüher bei mildem Sommer |
| Schwierigkeitsgrad | Einfach |
| Toxizität | Giftig für Hunde und Katzen (Magen-Darm-Störungen bei Verzehr möglich; Beeren riskant) |
| Andere Namen | Kleinblättriges Geißblatt, Lonicera nitida 'Maigrün' (gängige Sorte) |
Standort und Lage ☀️
Das Strauch-Geißblatt entfaltet sich am besten in der Sonne (dichteres Laub, gleichmäßiger Wuchs), ist aber auch im Halbschatten sehr zuverlässig. Ideal sind 6 Stunden Licht pro Tag, es kann sich aber auch mit 4 Stunden begnügen, wenn der Boden lebendig und feucht ist. Für eine Hecke planen Sie einen Abstand von 40–60 cm zu einer Mauer oder einem Zaun ein, um die Luftzirkulation zu gewährleisten und den Schnitt zu erleichtern. In Küstengebieten des Atlantiks verträgt es Wind und Salznebel recht gut, wenn der Boden nicht zu stark austrocknet.
Regionale Unterschiede: In mediterranen Klimazonen (Montpellier, Nizza) begrenzt der Halbschatten am Nachmittag Verbrennungen und reduziert den Bewässerungsbedarf; im atlantischen Klima oder im Norden wird die volle Sonne sehr gut vertragen. Im kontinentalen Klima (Paris, Straßburg) vermeiden Sie sehr windige Lagen im Winter, die das immergrüne Laub austrocknen könnten.
Anzeichen für Lichtmangel: sich streckende Zweige, spärlicheres Laub, Verkahlung an der Basis, häufigerer Schnitt erforderlich, um eine kompakte Form zu erhalten.
Anzeichen für zu viel Sonne: stumpfe oder gebräunte Blätter während Hitzewellen, verlangsamtes Wachstum auf trockenem Boden, trockene Spitzen trotz oberflächlicher Bewässerung.
Blütezeit und Vegetationszyklus 🌸
Die Blüte von Lonicera nitida ist diskret: kleine cremefarbene bis gelbliche Blüten, in der Regel von April bis Juni, für 3 bis 6 Wochen je nach Wetter. Sie wird durch ein nicht zu mildes Winterende (ausgeprägte Winterruhe) und einen sonnigen Frühling gefördert. Um eine gute Blüte und vor allem schönes Laub zu unterstützen, vermeiden Sie Stickstoffüberschüsse und halten Sie den Boden im Frühling feucht. Nach der Blüte kann ein leichter Reinigungsschnitt ein dichtes Wachstum anregen. Obwohl in Frankreich immergrün, kann sie bei trockenem Frost oder kalten Winden einen Teil ihrer Blätter verlieren, was sich aber im Frühling in der Regel wieder erholt.
Bewässerung 💧
Passen Sie die Bewässerung an die lokalen Niederschläge, die Bodenart und das Alter der Pflanze an. Einmal gut etabliert (nach 1–2 Saisons), ist Strauch-Geißblatt (Lonicera nitida) im Allgemeinen wenig anspruchsvoll in Bezug auf Wasser. Bevorzugen Sie eine tiefe und seltene Bewässerung, um eine tiefere Wurzelbildung zu fördern.
| Jahreszeit | Häufigkeit | Richtvolumen |
|---|---|---|
| 🌱 Frühling | Alle 7–10 Tage im 1. Jahr, wenn weniger als 15 mm/Woche; danach nur in Trockenperioden | 5–8 L/Pflanze (Freiland); 2–4 L im Topf je nach Größe |
| ☀️ Sommer | 1 Mal/Woche bei leichtem Boden; alle 10–14 Tage bei feuchtem Boden. In mediterranen Gebieten bei Regen <10 mm/Woche: 2 Bewässerungen/Woche (morgens) in den ersten 3–5 Hitzewellenwochen | 8–12 L/Pflanze; im Kübel 3–6 L, bei starker Hitze bis zu 2–3 Mal/Woche |
| 🍂 Herbst | Alle 10–15 Tage bei trockenem Wetter; einstellen bei regelmäßigem Regen und deutlicher Wachstumsverlangsamung | 4–7 L/Pflanze (–30 bis –50 % ggü. Sommer) |
| ❄️ Winter | Im Freiland unnötig bei Regen >10 mm/Woche; im Topf, 1 leichte Bewässerung alle 3–4 Wochen außerhalb von Frostperioden | Sehr gering: 1–2 L im Kübel; niemals bei Frost |
Anzeichen von Durst: welkende oder eingerollte Blätter am Ende des Tages, ausgetrockneter Boden 5–10 cm tief, gelbliche Blätter an den unteren Stängeln.
Wasserüberschuss: allgemeine Gelbfärbung, Fäulnis am Wurzelhals, Pilze an der Oberfläche; Drainage verbessern oder die Pflanze umsetzen.
Tipp: Eine organische Mulchschicht (5–8 cm Holzhackschnitzel oder Rinde) am Fuß der Pflanze hält die Feuchtigkeit und reduziert den sommerlichen Bewässerungsbedarf um 30 bis 50 %.
Boden, Drainage und Verträglichkeit 🌱
Das Strauch-Geißblatt gilt als tolerant: Es begnügt sich mit normalem Boden, bevorzugt aber eine lockere, humose und durchlässige Erde. Ein pH-Wert zwischen 6,0 und 7,8 ist gut geeignet; es verträgt etwas Kalk, wenn der Boden lebendig bleibt (Kompostzugabe). Bei kompaktem Boden (schwerer Lehm) bei der Pflanzung mit reifem Kompost und Bims oder grobem Sand auflockern, um Wurzelerstickung im Winter zu vermeiden, besonders im feuchten atlantischen Klima.
Empfohlene Bodenverbesserung: 3 bis 5 L gut zersetzter Kompost pro Pflanze + eine Handvoll Hornspäne im Frühjahr, falls eine Neuanregung erforderlich ist. Pflanztiefe: Setzen Sie den Wurzelhals auf Bodenniveau. Pflanzabstand: Für eine niedrige Hecke rechnen Sie mit 3 Pflanzen/m (30–35 cm) für einen schnellen Effekt oder 2 Pflanzen/m (45–50 cm), wenn Sie seltener schneiden. Einzeln stehend lassen Sie 80–120 cm Abstand.
Kombinationen: Sehr gut mit Bodendeckern (Stauden-Storchschnabel, Immergrün, Taubnesseln), die die Feuchtigkeit halten, oder bienenfreundlichen Stauden (Katzenminze, Salbei) im sonnigen Bereich. Vermeiden Sie zu konkurrierende Kombinationen auf trockenem Boden (wuchernde Bambusse, große Thujen), die Wasser entziehen und die Basis verkahlen lassen.
Topf-/Kübelkultur: Möglich und praktisch für Formschnitte. Wählen Sie ein Gefäß von mindestens 30–40 L (35–45 cm Durchmesser) mit großzügiger Drainage und topfen Sie alle 2–3 Jahre um oder frischen Sie die Oberfläche auf.
Pflanzung 🪴
In Frankreich gelingt die Pflanzung von Lonicera nitida besonders gut im Herbst (September bis November): Der noch warme Boden fördert die Wurzelbildung vor dem Winter, was den Bewässerungsbedarf im folgenden Sommer reduziert. Der Frühling (März bis Mai) ist ebenfalls geeignet, besonders in kontinentalen oder bergigen Klimazonen, wo die Winter rauer sind. Im Mittelmeerklima bleibt der Herbst die beste Option, um eine Etablierung unter Hitzewellen zu vermeiden.
- Bearbeiten Sie den Boden 30–40 cm tief und entfernen Sie Wurzeln von mehrjährigen Gräsern.
- Verbessern Sie den Boden mit Kompost und legen Sie bei schwerem Boden eine Drainageschicht an.
- Nach der Pflanzung reichlich gießen und 4 bis 6 Wochen lang beobachten.
Die Pflanzschritte 🪴
- Wählen Sie die richtige Jahreszeit: Bevorzugen Sie den Herbst (Sept.–Nov.) für Sträucher und winterharte Stauden, oder den Frühling (März–Mai) nach den letzten Frösten für halbstämmige Arten. Im mediterranen Raum ist die Herbstpflanzung fast immer vorzuziehen.
- Bereiten Sie ein Pflanzloch vor, das doppelt so breit und 1,5 Mal so tief wie der Wurzelballen ist.
- Verbessern Sie den Boden mit 1/3 reifem Kompost und bei Bedarf mit grobem Sand zur Drainage.
- Feuchten Sie den Wurzelballen an, wenn er trocken ist, bevor Sie ihn einsetzen.
- Pflanzen Sie so, dass der Wurzelhals auf Bodenhöhe ist.
- Leicht andrücken, eine Gießmulde bilden und reichlich gießen (5–10 L je nach Größe).
- Sofort 5–8 cm mulchen, direkten Kontakt mit dem Stamm vermeiden.
Vermehrung 🌿
Die einfachste und zuverlässigste Methode, Strauch-Geißblatt zu vermehren, ist die Stecklingsvermehrung von halbverholzten Trieben (Spätsommer) oder krautigen Trieben (Frühsommer). Sie bietet oft eine gute Anwuchsrate, wenn die Feuchtigkeit konstant bleibt. In atlantischen und kontinentalen Regionen zielt man auf Juli–September ab; im mediterranen Klima sollte man September bevorzugen, um übermäßige Hitze zu vermeiden. Rechnen Sie mit 4 bis 8 Wochen, bis sich je nach Temperatur Wurzeln bilden.
Die Schritte der Vermehrung 🌿
- Schneiden Sie gesunde, nicht blühende Triebe von 10–12 cm Länge von einer kräftigen Pflanze ab.
- Entfernen Sie die unteren Blätter und behalten Sie nur 2–4 Blattpaare an der Spitze (halbieren Sie sie, wenn sie sehr belaubt sind).
- Tauchen Sie die Basis in Bewurzelungshormon (optional, aber nützlich) und pflanzen Sie sie dann in eine leichte Mischung: 50 % Anzuchterde + 50 % Perlit/Sand.
- Gießen Sie und halten Sie dann eine konstante Feuchtigkeit (Minigewächshaus oder durchlöcherter transparenter Beutel, an einem hellen Schattenplatz).
- Nach 4–8 Wochen prüfen Sie die Bewurzelung durch leichtes Ziehen; topfen Sie in kleine Töpfe um, wenn die Wurzeln gut ausgebildet sind.
- Gewöhnen Sie die Pflanzen allmählich an die Sonne und pflanzen Sie sie im folgenden Frühjahr (oder im Herbst in milden Klimazonen) in den Garten.
Winterhärte und Überwinterung ❄️
Lonicera nitida ist ein winterharter Strauch: Er wird im Allgemeinen zwischen USDA 6b und 9a eingestuft. Im Freiland verträgt er oft –15 bis –18 °C, wenn der Boden durchlässig ist und der Frost nicht von austrocknendem Wind begleitet wird; Schäden am Laub können bereits ab –10/–12 °C bei trockenem Frost auftreten. Als immergrüner Strauch kann er im Winter braun werden und im Frühjahr nach einem leichten Rückschnitt wieder austreiben.
Je nach Region: im Atlantik/Westen reicht eine einfache Mulchschicht (5–8 cm) die meisten Winter über; im kontinentalen/Nordosten fügen Sie eine dickere Mulchschicht (10–15 cm) und ein P30-Vlies während Kältewellen hinzu; im mediterranen Klima ist Schutz nur bei außergewöhnlichen Ereignissen erforderlich. Im Gebirge schützen Sie junge Pflanzen systematisch und vermeiden exponierte Standorte.
Im Topf: Die Wurzeln frieren schneller. Unterhalb von –8 °C, die mehrere Nächte angekündigt sind, isolieren Sie den Kübel (Karton + Vlies, auf Unterlagen) oder stellen ihn in einen hellen, frostfreien Unterschlupf (helle Garage, unbeheizter Wintergarten).
Schnitt und saisonale Pflege ✂️
Der Schnitt ist der Kern der Pflege des Strauch-Geißblattes, besonders in Hecken oder als Formgehölz. Erziehungsschnitt: In den ersten 2 Jahren kürzen Sie die neuen Triebe im Frühjahr um 1/3, um die Basis zu verdichten. Pflegeschnitt: 1 bis 3 Schnitte pro Jahr je nach gewünschtem Effekt (sehr saubere Einfassung vs. freiwachsende Hecke). Die praktischste Zeit in Frankreich ist Spätwinter (Februar–März) vor dem Austrieb, gefolgt von einem Nachschnitt Juni–Juli nach dem ersten Wachstumsschub. Im Atlantikklima ist ein dritter leichter Schnitt im September möglich; im kontinentalen Klima vermeiden Sie es, zu spät zu schneiden (junge Triebe sind frostempfindlich).
Verjüngung: Wenn die Pflanze kahl wird, kürzen Sie ein Drittel der Äste über 2–3 Jahre hinweg auf 20–30 cm über dem Boden (anstatt eines einmaligen vollständigen Rückschnitts). Entfernen Sie abgestorbenes Holz und lichten Sie das Innere aus, um Krankheiten zu begrenzen.
Ernährung/Düngung: Im Freiland reicht oft eine Kompostgabe (2–3 L/Pflanze) im März aus. Im Topf oder auf nährstoffarmem Boden fügen Sie im Frühjahr einen granulierten organischen Dünger hinzu, dann alle 4–6 Wochen von März bis September einen flüssigen Dünger auf 1/4–1/2 verdünnt, wenn das Wachstum stark ist.
Biodiversität und Kombinationen 🐝
Auch wenn seine Blüte unscheinbar ist, bietet das Strauch-Geißblatt im Frühling ein geringes Interesse für Insekten und vor allem einen geschätzten Unterschlupf für Nützlinge und Vögel in dichten Hecken. Kombinieren Sie es mit bienenfreundlichen Pflanzen (Lavendel im Mittelmeerklima, Salbei und Katzenminze im kontinentalen Klima) und Bodendeckern, um die Feuchtigkeit zu erhalten. Im Naturgarten ist es als immergrüne Struktur interessant, aber achten Sie auf seine Beeren: Sie können von Vögeln verbreitet werden; in einigen Umgebungen vermeiden Sie es, es am Rande sehr natürlicher Gebiete zu pflanzen.
Häufige Probleme und Lösungen
| Symptom | Wahrscheinliche Ursache | Empfohlene Lösung |
|---|---|---|
| Global gelb werdendes Laub | Staunässe, unzureichende Drainage, Wurzelerstickung | Boden auflockern (Bims/Sand), Pflanzung erhöhen, weniger gießen; im Topf Löcher und Drainageschicht prüfen |
| Braune Blätter nach dem Winter | Trockener Frost, austrocknender kalter Wind, zu offene Exposition | Mulchen, Vlies P17/P30 bei Kältewellen anbringen; im Frühjahr leicht zurückschneiden zum Neuaustrieb |
| Verkahlung an der Basis | Lichtmangel, zu hoher/seltener Schnitt, Konkurrenz am Fuß | Umgebung aufhellen, Verdichtungsschnitt durchführen, nicht-konkurrierenden Bodendecker pflanzen |
| Klebrige Blätter, Ameisenbefall | Blattläuse (Honigtau) | Laub abbrausen, mit Schmierseife behandeln, Marienkäfer fördern; Stickstoffüberschuss vermeiden |
| Weißer Belag auf Blättern | Echter Mehltau (trockene Luft + kühle Nächte, mangelnde Belüftung) | Durch Schnitt belüften, am Fuß gießen, bei Bedarf mit Schwefel behandeln, abendliches Besprühen der Blätter vermeiden |
| Vertrocknete Spitzen im Sommer | Trockenstress, oberflächliche Wurzeln auf leichtem Boden, Hitzewelle | Tiefe Bewässerung, Mulch 5–8 cm, leichter Schatten im Mittelmeerraum; im Topf die Häufigkeit erhöhen |
Tipp von La Green Touch 🌿
Für eine wirklich dichte Hecke aus Lonicera nitida (und nicht nur "oberflächlich grün"), befolgen Sie die Regel der zwei wichtigen Schnitte: ein strukturbildender Schnitt Ende Februar–März (Formgebung) und ein Feinschnitt Ende Juni (Verdichtung). Im atlantischen Klima ist eine kleine Nachkorrektur im September möglich; im kontinentalen Klima sollten Sie besser Ende August aufhören, um zu verhindern, dass junge Triebe vor dem Winter zu empfindlich sind. Und vor allem: langsam am Fuß nach dem Sommerschnitt gießen, denn hier füllt die Pflanze ihre Reserven wieder auf.
📅 Pflegekalender nach Jahreszeiten
| 🌸 Frühling | ☀️ Sommer | 🍂 Herbst | ❄️ Winter |
|---|---|---|---|
| Spätwinterschnitt (Febr.–März) Kompost-/organische Düngerzugabe Bewässerung bei Neupflanzung |
Tiefe Bewässerung bei Trockenheit Feinschnitt (Juni–Juli) Beobachtung auf Blattläuse/Mehltau, Mulchen |
Ideale Pflanzzeit (Sept.–Nov.) Oberflächenerneuerung bei Töpfen, Mulchen Seltenere Bewässerung bei trockenem Herbst |
Schutz von Töpfen unter –8 °C Vlies bei trockenem Frost und Wind (kontinental) Kontrolle der Drainage, minimale Bewässerung außerhalb von Frostperioden |
Um Ihr Strauch-Geißblatt (Lonicera nitida) täglich zu pflegen, hat La Green Touch die am besten geeigneten Produkte für Sie ausgewählt: Substrate, Dünger, Werkzeuge und Zubehör, die von unseren botanischen Experten empfohlen werden 🌿.
FAQ
Wann sollte man Lonicera nitida schneiden?
Das beste Zeitfenster ist Spätwinter (Februar–März), kurz vor dem Vegetationsbeginn: Die Pflanze heilt schnell und treibt dicht wieder aus. Für eine sehr saubere Hecke fügen Sie einen Nachschnitt Ende Juni–Juli nach dem ersten Wachstumsschub hinzu. Im milden Atlantikklima ist ein kleiner Feinschnitt im September möglich. Im kontinentalen Klima vermeiden Sie späte Schnitte (nach Ende August), um junge Triebe nicht dem Frost auszusetzen.
Wie schneidet man Strauch-Geißblatt, damit es kompakt bleibt?
Schneiden Sie regelmäßig, wobei Sie eine Form beibehalten, die an der Basis etwas breiter ist als an der Spitze: Das Licht erreicht den unteren Teil besser und begrenzt die Verkahlung. Bei jungen Pflanzen im Frühjahr um 1/3 kürzen, um die Dichte zu erhöhen. Bei Hecken die Jahrestriebe je nach Wuchs um 5 bis 15 cm kürzen. Wenn die Hecke alt ist, verjüngen Sie sie schrittweise, indem Sie 1/3 der großen Äste über 2–3 Jahre zurückschneiden.
Welche Exposition ist für Lonicera nitida geeignet?
Sie bevorzugt die Sonne (dichtes Laub), gedeiht aber auch sehr gut im Halbschatten. Im mediterranen Klima reduziert ein Halbschatten am Nachmittag Verbrennungen und den Bewässerungsbedarf. Im Atlantikklima und im Norden ist volle Sonne meist ideal. In windigen kontinentalen Zonen stellen Sie sie geschützt vor kalten Ostwinden, um winterliches Austrocknen zu begrenzen.
Wie bewässert man das Strauch-Geißblatt?
Im 1. Jahr gießen Sie tief, sobald die oberen 5–10 cm des Bodens trocken sind, besonders im Frühling und Sommer. Einmal etabliert (nach 1–2 Saisons), benötigt sie im Allgemeinen nur bei längerer Trockenheit Bewässerung. Im Kübel ist die Überwachung strenger: Das Substrat trocknet im Sommer schnell aus, besonders in voller Sonne und im Mittelmeerklima. Vermeiden Sie leichte, tägliche Bewässerungen: Besser ist es, seltener, aber dafür tiefer zu gießen.
Ist Lonicera nitida immergrün und wann blüht sie?
Ja, sie ist in den meisten französischen Regionen immergrün, was sie zu einem ausgezeichneten Strukturstrauch macht. In sehr kalten oder sehr windigen Wintern kann sie braun werden oder etwas Laub verlieren, treibt aber im Frühjahr wieder aus. Die Blüte erfolgt hauptsächlich von April bis Juni: Sie ist klein und unauffällig, kann aber einige Bestäuber anziehen. Ein zu starker Schnitt kurz vor der Blüte reduziert oft die Anzahl der Blüten.
Wie vermehrt man Lonicera nitida durch Stecklinge?
Am einfachsten ist es, im Sommer (Juli bis September), wenn die Triebe beginnen zu verholzen, 10–12 cm lange Stecklinge zu nehmen. Verwenden Sie ein sehr durchlässiges Substrat (Anzuchterde + Perlit/Sand) und halten Sie eine gleichmäßige Feuchtigkeit im hellen Schatten. Die Wurzeln erscheinen je nach Temperatur oft innerhalb von 4 bis 8 Wochen. Pflanzen Sie sie im folgenden Frühjahr oder im Herbst in milden Klimazonen in den Garten.
Verträgt Lonicera nitida Frost und den Anbau im Topf?
Im Freiland verträgt sie Frost gut (oft bis zu –15/–18 °C je nach Bedingungen), aber ihr Laub kann bei trockenem Frost und kaltem Wind leiden. Im Topf nimmt die tatsächliche Winterhärte ab, da die Wurzeln exponiert sind: Bei angekündigten –8 °C über mehrere Nächte isolieren Sie den Kübel und/oder stellen Sie ihn in einen frostfreien Unterschlupf. Der Anbau im Topf funktioniert sehr gut, wenn die Drainage ausgezeichnet ist und Sie im Sommer regelmäßiger gießen. Eine jährliche Oberflächenerneuerung und Umtopfen alle 2–3 Jahre erhalten die Vitalität.
Empfehlungen für Experten 🌿
Empfohlenes Lux / PPFD: 20 000–60 000 Lux; PPFD ca. 300–900 µmol/m²/s (Sonne/heller Halbschatten).
Optimaler Boden-pH-Wert: 6,0 bis 7,5 (Toleranz bis ca. 7,8 bei humosem Boden).
EC-Nährlösung (erdloser Anbau / Topf): 1,0–1,6 mS/cm während der Wachstumsperiode (im Spätsommer auf 0,6–0,8 reduzieren).
Empfohlenes NPK: Ausrichtung 6-3-6 bis 10-5-10 (ausgewogen, moderater Stickstoff, um "weiches" Wachstum zu vermeiden, das anfällig für Blattläuse ist).
Professioneller Substrattyp (Kübelkultur): 60 % Strauch-Erde, 20 % gesiebter Kompost, 20 % Bims/Perlit + Drainage am Boden.
Umgebende relative Luftfeuchtigkeit: 45–70 %; stehende Luft vermeiden (Risiko Mehltau), gleichzeitig eisige Winde begrenzen (Austrocknung).
Minimale Überlebenstemperatur: ca. –18 °C (USDA-Zone 6b) in durchlässigem Boden; Blattschäden möglich bereits ab –10/–12 °C bei trockenem Frost.
Häufigkeit der Teilung / Erneuerung: nicht betroffen; bei stark geschnittener Hecke alle 8–12 Jahre eine Erneuerung/Verjüngung durch schrittweises Zurückschneiden planen.
Empfohlener Dünger: organischer Langzeitdünger im Frühjahr + schwach dosierter Flüssigdünger im Topf (1/4–1/2 Dosis).
Vorbeugende Behandlung: Schmierseife gegen Blattläuse; Schwefel zur Vorbeugung von Mehltau bei kontrastreichem Frühjahr/Sommer; Brennnesseljauche zur Stimulation (verdünnt) im Frühjahr; Bordeaux-Brühe nur bei Krankheitsgeschichte und vernünftigem Einsatz.
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