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Pflege – Prachtkerze (Gaura lindheimeri): Praktischer Leitfaden

13 min de lecture
Entretien - Gaura (Gaura lindheimeri) : Guide pratique - La Green Touch

Entdecken Sie, wie Sie Ihre Gaura (Gaura lindheimeri) mit den Expertentipps von La Green Touch 🌿 pflegen. Befolgen Sie diesen vollständigen Leitfaden, um Ihrer Pflanze eine ideale Umgebung im Garten oder im Topf auf der Terrasse zu bieten, angepasst an das gemäßigte französische Klima (ozeanisch, kontinental und mediterran).

Pflege von Gaura (Gaura lindheimeri)

Die Gaura, oft unter dem Namen Gaura lindheimeri (syn. Oenothera lindheimeri) verkauft, ist eine leichte Staude mit flexiblem Wuchs, bekannt für ihre feinen Stiele und luftigen weißen bis rosafarbenen Blüten, wie eine Wolke von Schmetterlingen. Sie lebt in der Regel 3 bis 5 Jahre, erneuert sich aber leicht durch Selbstaussaat in durchlässigem Boden. Sehr dekorativ in naturnahen Beeten, Rabatten und großen Kübeln, bringt sie eine ständige Bewegung in den Garten. Besonders beliebt ist sie in Gärten im Südwesten und an der Atlantikküste, wo sie lange ohne großen Pflegeaufwand blüht.

Eigenschaften
Wissenschaftlicher NameGaura lindheimeri (syn. Oenothera lindheimeri)
Botanische FamilieOnagraceae
Geografischer UrsprungNordamerika (Texas, Louisiana, Nordmexiko)
StandortVolle Sonne bis leichter Halbschatten
Winterhärtezone USDA · MindesttemperaturUSDA 6b–9a · ca. –18 °C bis –12 °C je nach Drainage und Dauer des Frosts
BewässerungIm 1. Jahr mäßig, dann gering; verträgt keinen Wasserüberschuss
BodenSehr durchlässig, eher leicht; kalktolerant; idealerweise arm bis mäßig nährstoffreich
Wuchshöhe im Alter60–120 cm (je nach Sorte und Boden)
BlütezeitJuni bis Oktober (oft bis zum ersten Frost)
SchwierigkeitsgradEinfach
ToxizitätUngiftig 🐾
Andere NamenWeiße/rosa Gaura, Lindheimers Prachtkerze, Lindheimers Nachtkerze

Standort und Lage ☀️

☀️ Volle Sonne bis Halbschatten 🕐 6–8 h/Tag 🧭 Süd / West / Ost 💨 Windtolerant (bei Bedarf stützen)

Für eine kompakte und sehr blütenreiche Gaura streben Sie mindestens 6 Stunden Sonne pro Tag an. Eine Südlage oder Westlage ist sehr gut geeignet, vorausgesetzt, der Boden bleibt durchlässig. Im Beet lassen Sie 40 bis 50 cm Abstand zwischen der Pflanze und einer Wand/Zaun, um Staunässe zu vermeiden und die Luftzirkulation zu fördern.

Die Gaura verträgt gut windige Gärten (und sogar Küstenstandorte), aber ihre Blütenstiele können auf reichem Boden umknicken: Planen Sie eine diskrete Stütze oder eine enge Gruppenpflanzung für einen „Strauß-Effekt“. Im Mittelmeerraum (Montpellier, Nizza) kann ein Halbschatten am Nachmittag den Wasserstress im Sommer begrenzen. Im Atlantikraum oder Norden (Nantes, Lille) ist volle Sonne im Allgemeinen ideal für eine lange Blütezeit.

Anzeichen von Lichtmangel: lange, weiche Stiele, seltene Blüte, Pflanze „öffnet“ sich und fällt zusammen.

Anzeichen von zu viel Sonne: deutliches Welken trotz noch feuchtem Boden, verbrannte Blattränder bei Hitzewellen, absterbende Blütenknospen.

Blüte und Vegetationszyklus 🌸

Die Blütezeit der Gaura erstreckt sich meist von Juni bis Oktober, mit einem Höhepunkt im Sommer und einer Nachblüte im Herbst, wenn die Spätsaison mild ist. Wärme und volle Sonne stimulieren die kontinuierliche Blütenbildung, während ein zu nährstoffreicher Boden hauptsächlich das Laub fördert. Um die Blütezeit zu verlängern, entfernen Sie regelmäßig verblühte Blüten und führen Sie nach der ersten Welle (Mitte Juli bis August, je nach Region) einen leichten Rückschnitt durch. Im französischen Klima ist die Pflanze in der Regel laubabwerfend bis halb-laubabwerfend: Sie kann im Winter verschwinden und im Frühjahr wieder aus dem Wurzelstock austreiben, besonders in durchlässigem Boden.

Bewässerung 💧

Passen Sie die Bewässerung an die lokalen Niederschläge, die Bodenart und das Alter der Pflanze an. Nach der Etablierung (nach 1–2 Saisons) ist Gaura (Gaura lindheimeri) im Allgemeinen wenig wasserbedürftig. Bevorzugen Sie eine tiefe und seltene Bewässerung, um die tiefere Wurzelbildung zu fördern.

Jahreszeit Häufigkeit Richtvolumen
🌱 Frühling 1 Bewässerung alle 7–10 Tage im 1. Jahr; danach nur, wenn 10–15 Tage kein Regen 3–6 L/Pflanze (Freiland); 1–2 L im Topf
☀️ Sommer 1 Bewässerung alle 7–14 Tage (1. Jahr). Im Mittelmeerraum bei Regen <10 mm/Woche: 1–2 Mal/Woche im Topf, alle 7–10 Tage im Freiland 5–10 L/Pflanze; 2–4 L in 20–30 L Kübel
🍂 Herbst Auf 1 Mal alle 2–3 Wochen reduzieren; einstellen, wenn die Pflanze in Ruhe geht und der Regen wieder einsetzt 3–6 L/Pflanze (−30 bis −50 % gegenüber Sommer)
❄️ Winter Im Freiland unnötig bei Regen >10 mm/Woche; im Topf 1 leichte Bewässerung alle 4–6 Wochen bei Frostfreiheit Sehr gering; niemals bei Frost

Durstanzeichen: welkende oder eingerollte Blätter am späten Nachmittag, ausgetrockneter Boden 5–10 cm tief, gelbliche Blätter an unteren Stielen.

Wasserüberschuss: allgemeine Vergilbung, Wurzelfäule am Stielansatz, Pilze an der Oberfläche; Drainage verbessern oder Pflanze umsetzen.

Tipp: Eine organische Mulchschicht (5–8 cm Hackschnitzel oder Rinde) am Fuß der Pflanze hält die Feuchtigkeit und reduziert die Sommerbewässerung um 30 bis 50 %.

Boden, Drainage und Verträglichkeit 🌱

Die Gaura gedeiht am besten in leichtem, durchlässigem, eher nährstoffarmem Boden: Ein zu reicher und feuchter Boden führt zu einer hohen Pflanze, die zusammenbricht. Streben Sie eine sandige bis lehmig-sandige Textur mit einem leicht sauren bis alkalischen pH-Wert an (sie verträgt Kalk gut). Bei schwerem Boden (Lehm) verbessern Sie die Drainage deutlich mit Grobkies, Lavasplitt oder Schotter (20–30 % des Volumens im Pflanzbereich), idealerweise leicht erhöht gepflanzt.

Bei der Pflanzung genügt eine mäßige Zugabe von reifem Kompost (1 bis 2 Handvoll): Zu viel Stickstoff führt zu weniger Blüten. Pflanzen Sie die Exemplare im Abstand von 40 bis 60 cm, je nach Wuchsstärke der Sorten, und setzen Sie den Wurzelhals auf Bodenniveau (oder 1 cm höher bei feuchtem Boden). Kombinieren Sie sie mit Sonnenstauden und Pflanzen für durchlässigen Boden: Lavendel, Salbei (Salvia), Katzenminze, Schafgarbe, Blauraute, Gräser. Vermeiden Sie in derselben Zone sehr wasserbedürftige Nachbarn (Hortensien, Ligularien).

Im Topf wählen Sie ein Gefäß von mindestens 20–30 L (30–40 cm Tiefe) mit einwandfreier Drainage (Löcher + 3–5 cm Schicht aus Blähton/Lavasplitt). Eine angereicherte, aber belüftete „Terrassenmischung“ funktioniert sehr gut.

Pflanzung 🪴

In Frankreich erfolgt die Pflanzung der Gaura idealerweise im Herbst (Sept.–Nov.), um die Regenfälle zu nutzen und einen robusteren Austrieb im Frühjahr zu erzielen. In kontinentalen Gebieten (Paris, Straßburg) oder in den Bergen ist ein Frühling (März–Mai) nach dem letzten Frost ratsam, um Verluste bei Jungpflanzen zu begrenzen. Im Mittelmeerraum ist der Herbst fast immer vorzuziehen: Die Pflanze wurzelt vor den großen Hitzewellen.

  • Bereiten Sie einen durchlässigen Bereich vor (Gaura = „trockene Füße“).
  • Fügen Sie etwas Kompost hinzu, keinen stickstoffreichen Dünger ins Pflanzloch.
  • Nach der Pflanzung gießen und die ersten 4–6 Wochen beobachten.
Die Schritte der Pflanzung 🪴
  1. Wählen Sie die richtige Zeit: Bevorzugen Sie den Herbst (Sept.–Nov.) für winterharte Sträucher und Stauden oder den Frühling (März–Mai) nach dem letzten Frost für halbwinterharte Arten. Im Mittelmeerraum ist die Herbstpflanzung fast immer vorzuziehen.
  2. Graben Sie ein Pflanzloch, das doppelt so breit und 1,5-mal tiefer als der Wurzelballen ist.
  3. Verbessern Sie den Boden mit 1/3 reifem Kompost und bei Bedarf grobem Sand für die Drainage.
  4. Befeuchten Sie den Wurzelballen, wenn er trocken ist, bevor Sie ihn einsetzen.
  5. Pflanzen Sie so, dass der Wurzelhals auf Bodenhöhe liegt.
  6. Drücken Sie leicht an, bilden Sie einen Gießrand und gießen Sie reichlich (5–10 L je nach Größe).
  7. Mulchen Sie sofort 5–8 cm hoch, wobei direkter Kontakt mit dem Stiel zu vermeiden ist.

Vermehrung 🌿

Die einfachste und zuverlässigste Methode zur Vermehrung der Gaura ist die Stammstecklingsvermehrung, mit guten Ergebnissen im Frühsommer (Juni–Juli) an nicht blühenden Stielen. Man kann auch versuchen, sie auszusäen, aber dies ist unzuverlässiger (und die Gartenbausorten sind nicht immer sortenecht). Beim Steckling ist oft eine Erfolgsquote von 60 bis 80 % zu erwarten, wenn die Wärme mild ist, das Substrat sehr durchlässig ist und die Feuchtigkeit regelmäßig, aber nicht nass, gehalten wird.

Die Schritte der Vermehrung 🌿
  1. Entnehmen Sie gesunde, nicht blühende Triebe von 8–12 cm Länge, früh morgens.
  2. Entfernen Sie die unteren Blätter und behalten Sie nur 2–3 Blattpaare an der Spitze.
  3. Tauchen Sie die Basis in Bewurzelungshormon (optional) und klopfen Sie den Überschuss ab.
  4. Stecken Sie die Stecklinge in ein sehr durchlässiges Substrat (2/3 feine Blumenerde, 1/3 Sand/Lavasplitt) in durchlöcherte Anzuchttöpfe.
  5. Leicht gießen, an einen hellen Halbschatten stellen (ohne brennende Sonne) und das Substrat nur feucht halten.
  6. Nach 3–5 Wochen die Bewurzelung prüfen, umtopfen und vor dem Auspflanzen schrittweise abhärten.

Winterhärte und Überwinterung ❄️

Die Gaura gilt als winterhart bis etwa USDA 6b bis 9a, aber ihre wahre Grenze hängt vor allem von der Drainage ab: Ein trockener Wurzelstock verträgt oft –12 bis –18 °C, während in kaltem und staunassen Boden Schäden viel früher auftreten (Wurzelfäule am Stielansatz). Der oberirdische Teil ist im Winter in der Regel laubabwerfend: Machen Sie sich keine Sorgen, wenn alles vertrocknet, der Austrieb erfolgt im Frühjahr.

Atlantik/Westen (Bordeaux, Nantes): Eine leichte Mulchschicht und ein P17-Vlies reichen bei Kälteeinbrüchen aus. Kontinental/Nordosten (Paris, Straßburg): Setzen Sie auf eine dickere Mulchschicht (8–10 cm) + P30-Vlies bei längerem Frost. Mittelmeerraum: Schutz selten erforderlich, außer bei außergewöhnlichen Ereignissen. Bergregion: Systematischer Schutz, oder Topfkultur mit Überwinterung wählen.

Im Topf frieren die Wurzeln schneller: Unter –5 °C, die für mehrere Nächte angekündigt sind, stellen Sie den Kübel an eine geschützte Wand, isolieren Sie ihn (Vlies + Karton/Styropor) oder bringen Sie ihn in ein helles, unbeheiztes Winterquartier (0 bis 8 °C). Eine einfache Mulchschicht ist bei geringem Volumen nicht immer ausreichend.

Schnitt und saisonale Pflege ✂️

Der Schnitt der Gaura dient hauptsächlich dazu, eine dichte Büschelform zu erhalten und die Blüte anzuregen. Bei jungen Pflanzen im Frühjahr die Spitzen einiger Triebe pinzieren, um die Verzweigung zu fördern. Zur Pflege einen Reinigungsschnitt durchführen: Verwelkte Blütenstiele im Laufe des Sommers entfernen (Deadheading) oder nach der ersten großen Blütenwelle (je nach Region) um 1/3 zurückschneiden, um eine Nachblüte zu provozieren (sehr effektiv im Atlantikraum und im kontinentalen Klima).

In Frankreich sollte in kalten Regionen ein starker Rückschnitt im Herbst vermieden werden: Die trockenen Stiele schützen den Wurzelstock. Der große Rückschnitt erfolgt besser im Spätwinter (Feb.–März): Auf 10–20 cm über dem Boden zurückschneiden, außerhalb der Frostperiode. Im Mittelmeerraum ist ein leichter Rückschnitt im Herbst möglich, wenn der Winter mild bleibt, aber immer etwas Struktur belassen.

Dünger: Im Freiland genügt eine leichte Gabe Kompost oder ein organisches „Blüh“-Granulat im März. Im Topf von März bis September alle 4–6 Wochen einen verdünnten Flüssigdünger mit ¼–½ Dosis geben (im Oktober absetzen). Zu viel Dünger führt zu weichen Stielen und weniger Blüten.

Biodiversität und Kombinationen 🐝

Als sehr nektarreiche Pflanze zieht die Gaura Bienen, Hummeln und Schmetterlinge über Monate hinweg an, was sie zu einer ausgezeichneten Staude für einen lebendigen und pflegeleichten Garten macht. Sie lässt sich gut mit genügsamen Pflanzen kombinieren, die das Interesse des Beetes verlängern: Gräser, Salbei, Eisenkraut (Verbena bonariensis), Katzenminze, Thymian und Rosmarin (trockener und aromatischer Effekt). In durchlässigem Boden kann sie sich lokal selbst aussäen: Dies wird in Frankreich nicht als invasiv angesehen, kann aber leicht kontrolliert werden, indem man einige Sämlinge im Frühjahr entfernt.

Häufige Probleme und Lösungen

Symptom Wahrscheinliche Ursache Empfohlene Lösung
Die Pflanze bricht zusammen, Stiele liegen am Boden Zu reicher/stickstoffhaltiger Boden, Schatten, häufige Bewässerung, hohe Sorte Dünger reduzieren, volle Sonne, Bewässerung seltener, nach der Blüte um 1/3 zurückschneiden, stützen oder enger pflanzen (Straußeffekt)
Blätter werden gelb, Stielansatz weich Wasserüberschuss, verdichteter Boden, unzureichende Drainage Mit Lavasplitt/Sand anreichern, Pflanzung erhöhen, Bewässerung begrenzen, an einen besser drainierten Standort umsetzen
Wenig Blüten Lichtmangel, zu reicher Boden, kein Rückschnitt 6–8 Stunden Sonne geben, Kompost begrenzen, nach der 1. Welle leicht zurückschneiden, leichter „Blüh“-Dünger im Topf
Welkende Blätter bei Hitzewelle Trockenstress, zu kleiner Topf, austrocknender Wind Tiefes Gießen am Morgen, Mulchschicht 5–8 cm, nachmittags Schatten im Mittelmeerraum, in 20–30 L umtopfen
Echter Mehltau (weißer Belag) Trockene Luft + kühle Nächte, mangelnde Belüftung, Stickstoffüberschuss Auslichten, am Fuß gießen, stickstoffhaltigen Dünger vermeiden, bei Bedarf Schwefelbehandlung zu Beginn des Befalls
Der Horst verschwindet nach dem Winter Langanhaltender Frost + feuchter Boden, Topf zu exponiert Drainage verbessern, Mulch + Vlies in kontinentalem Klima, Töpfe unter –5 °C schützen/einräumen, im Sommer Stecklinge zur „Sicherung“ machen

Tipp von La Green Touch 🌿: Für eine robustere und sehr blütenreiche Gaura merken Sie sich diese einfache Regel: volle Sonne + durchlässiger Boden + leichte Nährstoffversorgung. In vielen französischen Gärten besteht das wahre „Geheimnis“ darin, den Pflanzbereich etwas mit mineralischem Material (Lavasplitt/Kies) anstatt mit zu viel Kompost zu verlängern: Die Pflanze steht stabiler, knickt weniger und blüht stärker nach.

📅 Pflegekalender nach Jahreszeit

🌸 Frühling ☀️ Sommer 🍂 Herbst ❄️ Winter
Auf 10–20 cm zurückschneiden (frostfrei)
Leichte Kompost-/Organikdüngerzugabe
Eingießwässerung (1. Jahr)
Deadheading oder Rückschnitt um 1/3 nach der 1. Blüte
Tiefe, seltene Bewässerung (besonders im Topf)
Auf Mehltau/Blattläuse achten
Pflanzen (ideal) und mulchen
Seltenere Bewässerung, bei regelmäßigem Regen einstellen
Keinen starken Rückschnitt in kalten Zonen
Wurzelstock schützen (Mulch + Vlies je nach Region)
Töpfe unter –5 °C schützen/einräumen
Keine Bewässerung bei Frost

Für die tägliche Pflege Ihrer Gaura (Gaura lindheimeri) hat La Green Touch die am besten geeigneten Produkte für Sie ausgewählt: Substrate, Dünger, Werkzeuge und Zubehör, empfohlen von unseren Botanikexperten 🌿.

FAQ

Wann schneidet man die Gaura lindheimeri?

Die beste Zeit in Frankreich ist der Spätwinter (Febr.–März), außerhalb starker Fröste: Schneiden Sie auf 10–20 cm zurück, um eine dichte Büschelform anzuregen. Im Sommer fördert ein leichter Schnitt (Rückschnitt um 1/3) nach der ersten großen Blüte eine Nachblüte. Im kontinentalen und montanen Klima vermeiden Sie einen starken Rückschnitt im Herbst: Die trockenen Stiele schützen den Wurzelstock.

Welcher Standort ist ideal für eine Gaura?

Streben Sie volle Sonne (6–8 Stunden/Tag) an für maximale Blüte und stabilere Stiele. Im Mittelmeerraum kann ein leichter Halbschatten am Nachmittag in Zeiten von Hitzewellen und längerer Trockenheit nützlich sein. An der Atlantikküste und im Norden ist volle Sonne in der Regel perfekt geeignet.

Wie bewässert man die Gaura (im Freiland und im Topf)?

Im ersten Jahr mehr gießen: alle 7–10 Tage im Frühling tief gießen, dann alle 7–14 Tage im Sommer je nach Regen. Sobald die Gaura etabliert ist, wird sie genügsam: Man gießt oft nur bei längerer Trockenheit. Im Topf stärker beobachten: Im mediterranen Sommer kann man bei weniger als 10 mm Regen pro Woche 1–2 Mal pro Woche gießen, ohne Staunässe im Untersetzer zu hinterlassen.

Verträgt die Gaura Trockenheit?

Ja, recht gut, sobald sie gut verwurzelt ist (nach 1 bis 2 Saisons). Ihre Schwachstelle ist nicht die Trockenheit, sondern die kalte Nässe im Winter. In Hitzewellen helfen eine Mulchschicht und eine tiefe Bewässerung am Morgen, eine regelmäßige Blüte zu erhalten, besonders im Kübel.

Warum bricht meine Gaura zusammen (fällt um)?

Dies ist das häufigste Problem: Zu reicher Boden, Stickstoffüberschuss, Lichtmangel oder zu häufige Bewässerung führen zu langen, biegsamen Stielen. Reduzieren Sie die Düngergaben, vergrößern Sie die Gießabstände, stellen Sie sie in die Sonne und schneiden Sie nach der ersten Blüte um 1/3 zurück. Bei windigen Standorten oder hohen Sorten verbessert eine diskrete Stütze oder eine Gruppenpflanzung den Stand deutlich.

Wie vermehrt man die Gaura einfach?

Am einfachsten ist die Stecklingsvermehrung im Juni–Juli an nicht blühenden Trieben: Das ist schnell und sortenecht. Die Stecklinge in ein sehr durchlässiges Substrat im hellen Halbschatten stellen und nur feucht halten, ohne zu durchnässen. Aussaat ist möglich, aber die Ergebnisse können variieren, besonders bei Kultivaren.

Ist die Gaura winterhart: Bis zu welcher Temperatur?

Unter günstigen Bedingungen entspricht sie oft USDA 6b–9a und kann um –12 bis –18 °C aushalten, wenn der Boden sehr durchlässig ist und der Frost nicht zu lange dauert. In feuchtem Boden kann sie auch bei mäßigem Frost verschwinden. Im Topf schützen Sie sie, sobald mehrere Nächte mit –5 °C angekündigt sind (Isolierung des Gefäßes oder frostfreies Winterquartier).

Kann man die Gaura im Topf auf der Terrasse anbauen?

Ja, sie ist eine ausgezeichnete Kübelpflanze, vorausgesetzt, man wählt einen Topf von mindestens 20–30 L und eine durchlässige Mischung. Im Sommer regelmäßiger als im Freiland gießen und in der Wachstumsperiode alle 4–6 Wochen leicht düngen (¼ bis ½ Dosis). Im Winter verstärkt der Topf den Frost: Das Gefäß schützen oder bei Bedarf in ein helles Winterquartier bringen.

Expertenempfehlungen 🌿

Empfohlene Lux / PPFD: 3000–6000 Lux; ca. 400–900 b5mol/mb2/s (volle Sonne) für maximale Blüte.

Optimaler Boden-pH: 6,5–7,8 (kalktolerant).

EC Nährlösung (erdloser Anbau / Topf): 1,0–1,6 mS/cm (schrittweise erhöhen; >1,8 mS/cm vermeiden, um die Stielverlängerung zu begrenzen).

Empfohlenes NPK: Blüten-orientiert, Typ 4-6-8 bis 5-7-10; Stickstoff (N) im Sommer begrenzen.

Profisubstrattyp (Kübelkultur): 50 % Pflanzerde, 25 % Kokosfaser oder gesiebter Pflanzenkompost, 25 % Lavasplitt/Perlit + 3–5 cm Drainage am Boden.

Relative Luftfeuchtigkeit: 40–65 %; gute Belüftung wichtig zur Begrenzung von Mehltau.

Mindestüberlebenstemperatur: ca. –15 b0C (USDA Zone 7a) bei trockenem Boden; im Topf Schutz ab angekündigten –5 b0C.

Teilungs-/Erneuerungsfrequenz: Alle 2–3 Jahre durch Stecklinge erneuern, um vitale Pflanzen zu erhalten (Staude kann im Alter verkahlen).

Empfohlener Düngertyp: Organisch-mineralischer „Blühpflanzen“-Langzeitdünger im Frühjahr + stickstoffarmer Flüssigdünger im Topf.

Vorbeugende Behandlung: Schachtelhalm-Dekokt zur Vorbeugung (Frühling), Schwefel bei Mehltau, Schmierseife bei Blattläusen; Stickstoffüberschuss vermeiden und am Fuß gießen.

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